Der „Einstein“ des Footballs

Vor gerade einmal zwei Jahren und einem halben Monat machten die Los Angeles Rams einen 30-Jährigen zum jüngsten Cheftrainer der 1970 gestarteten Super-Bowl-Ära der National Football League. Sean McVay, geboren in Ohio, aufgewachsen in Georgia. Bis zu jenem Tag im Januar 2017 war der Enkelsohn des früheren General Managers der San Francisco 49ers, John McVay, bereits als Assistenz-Trainer in der NFL tätig. Doch für viele war er trotzdem ein unbeschriebenes Blatt. In der Nacht zu Montag (Spielbeginn um 0.30 Uhr) könnte McVay im Alter von 33 Jahren der jüngste Hauptverantwortliche an der Seitenlinie werden, der je die begehrte Vince-Lombardi-Trophäe in den Händen gehalten hat – falls die Rams im 53. Super Bowl die leicht favorisierten New England Patriots schlagen sollten.

Als die Rams den jungen Mann von den Washington Redskins verpflichteten, erntete die Chefetage des Champions von 2000 gemischte Reaktionen. Die einen belächelten die Entscheidung, manch einer war davon überzeugt, dass McVay die Verantwortung als Cheftrainer noch nicht würde schultern können. Ausgerechnet er sollte den sportlich seit eineinhalb Dekaden strauchelnden Klub wieder in die Spur bringen. Ein Neuling, der in der Kabine und an der Seitenlinie Spielern Vorgaben erteilen soll, die deutlich älter sind als er selbst?

Gedankenspiele, die längst verflogen sind. Selbst bei den Kritikern. McVay hat die Los Angeles Rams erstmals seit 2002 wieder in den Super Bowl geführt – und diejenigen, die sowieso begeistert von der Entscheidung der Rams gewesen sind, fühlen sich nur bestätigt. In bisher 35 Spielen unter seiner Regie gab es 26 Siege und nur neun Niederlagen. Als am Ende der regulären Saison vor fünf Wochen rund ein halbes Dutzend Cheftrainerposten in der NFL neu besetzt werden mussten, waren sie plötzlich alle auf der Suche nach dem „nächsten Sean McVay“.

Doch was macht McVay aus? Er ist ein akribischer Arbeiter, detailversessen und mit einem bemerkenswerten Gedächtnis ausgestattet. Das hebt ihn auf den ersten Blick kaum vom Gros seiner Kollegen ab. Ein entscheidender Unterschied mag dieser sein: Der sportliche Leitwolf der „Widder“ kann sich tatsächlich an jedes Detail jedes Spielzugs aus dem Saisonverlauf erinnern. „Wenn man mich donnerstags fragt, was ich dienstags zum Mittagessen hatte, so weiß ich das aber nicht mehr“, sagte er einst in einem Fernsehinterview.

Das Geheimnis des McVay’schen Erfolgs geht jedoch weit über taktische und schematische Feinheiten sowie das variable Offensivspiel hinaus. Die Spieler der Rams schätzen seine Führungsqualitäten, auf und abseits des Feldes. Das Team steht über dem Einzelnen. „Er ist der Einstein des Football“, sagte Wide Receiver (Passempfänger) Khadarel Hodge in dieser Woche über seinen Trainer. Teamkollege und Star-Runningback Todd Gurley ergänzte: „Er bringt immer eine positive Einstellung. Jeden Tag. Für so einen Trainer spielst du gerne.“ McVay ist es in kurzer Zeit gelungen, eine Mannschaft zu formen, die seine Art des Footballs verinnerlicht und bisweilen nahe der Perfektion umgesetzt hat.

„Es geht nicht immer um das, was wir als Coaches für richtig halten. Die Meinung der Spieler ist genauso wichtig. Gegenseitige Unterstützung und diese Einstellung hat uns bis hierher gebracht. Die Spieler arbeiten füreinander. Das wollen wir beibehalten“, sagte McVay während einer Pressekonferenz im Team-Hotel der Rams unter der Woche. Wenn der Rams-Trainer spricht, lauschen nicht nur die Spieler gebannt. Selbst die erfahrensten Medienvertreter Nordamerikas hängen beinahe an den Lippen dieses 33-Jährigen. Am Sonntag könnte der kometenhafte Aufstieg des Sean McVay seinen Höhepunkt erreichen. Oder zumindest den vorläufigen.

(Tobias Kemberg)

Unsichtbarer Glitzerstaub

Warum kann nicht immer Super-Bowl-Woche sein? Ganz einfach: Dann wäre sie nichts Besonderes mehr. Und obwohl sich dieser Gedanke während der ersten Tage hier in Atlanta/Georgia bereits das eine oder andere Mal aufgedrängt hat, so ist es doch gut, dass es diese Woche nur einmal im Kalenderjahr gibt. Ganz ehrlich: Den austragenden Städten ist es bei allem Stolz über das Gastgeberdasein und der Freude über die (hoffentlich) nachhaltigen Effekte dieser Tage auch nicht anders zu wünschen. Dafür ist hier einfach zu viel los und viele Menschen sind tatsächlich auch ein wenig in ihrem Alltag eingeschränkt, wenn es beispielsweise um Wege von A nach B geht.

Trotzdem hat der Zauber dieser Woche mit seinem unsichtbaren Glitzerstaub schnell seine Wirkung erreicht. Eine Nahaufnahme von einem Superstar hier, ein kurzes Interview mit einem anderen Spieler dort. Die „Opening Night“ ist etwas Einzigartiges – für Medienvertreter ebenso wie für die Fans in der Halle auf den Tribünen.

Pressekonferenzen werden in dieser Woche so zahlreich abgehalten, wie es hier Volunteers gibt. Rund 10000 sollen es sein – gekommen aus allen Staaten des Landes. Selektion ist für den Arbeitenden vor Ort unweigerlich entscheidend. Sich in jeden Raum setzen, allen wichtigen Ex-Spielern oder Anzugträgern zuhören? Nicht machbar.

Und so faszinieren insbesondere die, bei denen große Persönlichkeiten des Fernsehens oder im sportlichen Unruhestand befindliche Top-Stars früherer Tage zugegen und (beinahe) wörtlich zum Anfassen sind. CBS, der US-Sender, der das Spektakel am Sonntag überträgt, lässt Tony Romo auflaufen. Und Jim Nantz. Und Nate Burleseon, Coach Bill Cowher oder die stets charmant wirkende Tracy Wolfson. Sobald die ersten Statements auf der großen Bühne getätigt wurden, geht es unter das Medienvolk. Medienvertreter interviewen Medienvertreter – ist das bizarr? Nur, wenn man vergisst, dass Tony Romo mal ein Top-Quarterback der NFL war oder Bill Cowher die Pittsburgh Steelers als Chef an der Seitenlinie zum Super-Bowl-Triumph führte.

Bei aller Professionalität wird es aber besonders schwer, wenn Hall-of-Fame-Runningback LaDanian Tomlinson (San Diego Chargers) oder Super-Bowl-Sieger Reggie Wayne (Wide Receiver, Indianapolis Colts) im Raum sind. Da wird der Journalist aus Deutschland schnell wieder zum Fan. Das ist gar nicht schlimm und es nimmt auch niemand Anstoß daran. Trotzdem müssen die eigenen Hände hin und wieder in die Hosentaschen gesteckt oder hinter dem Rücken verschränkt werden, um die Zeichen der Aufregung zu verbergen.

Die Eindrücke in so einer Super-Bowl-Woche sind vielfältig, beinahe sind sie für denjenigen, der immer auch Fan geblieben ist, nur schwer zu greifen oder zu begreifen – jedenfalls nicht unmittelbar, wenn sie passieren. Es wird wieder eine Weile dauern, das alles in Relation zu setzen, einzuordnen und dann darauf zurückzublicken. Während der Tage in Atlanta ist das nicht denkbar. Es ist wie im Rausch. Für den NFL-Fan und -Beobachter der denkbar schönste Rausch. Kann nicht doch jede Woche Super-Bowl-Woche sein? Nein. Denn dann würde dieser unsichtbare Glitzerstaub zu Asche werden. Und bevor die Uhr Montagmorgen schlägt, gibt es noch so viel mitzunehmen – vom Zauber der Super-Bowl-Woche.

 

(Tobias Kemberg)

17 Jahre

Meine Passion für den Sport im Allgemeinen existiert seit frühen Kindertagen. Beeinflusst wurde ich diesbezüglich durch meinen Vater – selbst ein bis heute sportbegeisterter Mensch, der das Mitfiebern im Stadion oder vor dem Fernseher als liebste Freizeitbeschäftigung bezeichnen würde, wenn er danach gefragt wird.

Es muss im Januar 2000 gewesen sein, als wir gemeinsam Teile des Divisional-Playoff-Spiels zwischen den St. Louis Rams und den Minnesota Vikings am Fernseher verfolgten. American Football. Von diesem Sport wusste ich nicht viel. Ich hatte keine Ahnung, was ein Linebacker macht oder wozu es in einem Roster den Long-Snapper gibt. Aber dieses Spiel faszinierte mich – an diesem Tag und fortan. Die hochzylindrige Offensiv-Maschinerie der Rams um Quarterback Kurt Warner, Runningback Marshall Faulk und das Wide Receiver-Duo Isaac Bruce und Torry Holt hatte es mir gleich angetan. „The greatest Show on Turf“. Elektrisierend.

Zwei Wochen später verfolgte ich meinen ersten Super Bowl (bis heute habe ich keinen seitdem verpasst) und die Rams gewannen ihn mit 23:16 gegen die Tennessee Titans. Sympathien habe ich in den folgenden 19 Jahren für so manchen Spieler und so manches Team entwickelt. Die große Football-Liebe blieben immer die Rams. Zwei Jahre nach dem Triumph über die Titans erreichten Warner und Co. erneut das Finale – und verloren gegen einen jungen Quarterback namens Tom Brady und den Underdog New England Patriots.

Danach ging es bergab mit den Rams. In der Saison 2004 (Januar 2005) qualifizierte sich mein Lieblingsteam letztmalig für die Postseason. Kurt Warner war lange weg, Marshall Faulk agierte längst nicht mehr auf dem Niveau früherer Tage. Die Trainer kamen und gingen: Mike Martz, Joe Vitt, Scott Linehan, Jim Haslett, Steve Spagnuolo und – nicht zu vergessen – Jeff Fisher. Vor allem die Zeit unter Fisher hat mich graue Haare gekostet und viel Geld für Bier, um zu vergessen, was bei den Rams alles falsch läuft. Auch die Parade der Quarterbacks sowie deren eher mäßiges Talent erhöhten den Bierkonsum während und nach den Spielen. Marc Bulger ging ja noch, aber Brock Berlin, Keith Null, Kyle Boller, Sam Bradford, Kellen Clemens, Austin Davis, Shaun Hill, Nick Foles (ja, der war 2015 auch nicht dauerhaft gut) und Case Keenum?

Besonders begeistert über den Umzug der Franchise von St. Louis zurück nach Los Angeles im Jahr 2016 war ich auch nicht. Nicht, weil ich einen speziellen Bezug zur Stadt St. Louis habe, nein, sondern weil ich Sport-Teams aus LA eigentlich nie mochte. Aber die Rams blieben mein NFL-Team Nummer eins. Warum nicht, dachte ich mir?

Als Jeff Fisher gefeuert wurde und nach der 13. Saison ohne „Winning Record“ der junge Sean McVay das Kommando übernahm, kehrte die Hoffnung zurück. Die Hoffnung auf bessere Zeiten mit dem Lieblingsteam, das ein durchaus talentiertes Roster besaß. Vor einem Jahr war die lange Zeit ohne Play-off-Teilnahme endlich beendet. Nach 13 Jahren. In dieser Saison ging es sogar weiter – und das finale Kapitel der Saison 2018 ist noch nicht geschrieben. Lange war ich vor einem Sportereignis nicht mehr so nervös, wie in den drei Tagen vor dem NFC-Title-Game zwischen New Orleans und Los Angeles.

Und nun? Die Rams, meine Rams, stehen wieder im Super Bowl. 17 Jahre danach, wieder gegen Brady und wieder gegen die Patriots. Oft habe ich mich geärgert in diesen 17 Jahren, habe Super Bowl um Super Bowl geschaut. Mit meinen Freunden, hin und wieder auch mit meinem Vater, wenn er die Energie hatte, so lange wach zu bleiben. Ich habe mich für andere Teams gefreut, habe oft meinem Freund und Podcast-Mitstreiter Christian die Daumen für die Packers gedrückt oder mich am Talent von Spielern wie Peyton Manning, Ben Roethlisberger und Drew Brees erfreut. Es hat Spaß gemacht – jede einzelne Saison.

Doch eigentlich habe ich als Rams-Fan immer gelitten. Jahr um Jahr, Saison um Saison. Die Niederlage gegen die Patriots vor 17 Jahren habe ich als besonders bitter erlebt. Vielleicht – nein, ganz sicher – rührt meine fehlende Sympathie für New England aus diesem einen Spiel. Das ist einfach so. Bislang gab es nie die Gelegenheit zur Revanche. Bislang. Nun ist sie da. Es würde sich ein Kreis schließen für mich, mit einem Triumph der Rams über die Patriots. 17 Jahre später. Nach langem Warten. Und viel „Leiden“. Und viel Bier.

 

(Tobias Kemberg)

Der Unvollendete

Die Draft-Klasse von 2004 gilt bis heute als eine besondere. Sie brachte spätere Stars wie Nose Tackle Vince Wilfork (New England Patriots), Runningback Steven Jackson (St. Louis Rams) oder die lebende Wide-Receiver-Legende Larry Fitzgerald (Arizona Cardinals) hervor. Am meisten wird rückblickend aber über die Quarterbacks dieses Jahrgangs gesprochen. Eli Manning, Ben Roethlisberger und Philip Rivers. Die ersten beiden Spielmacher haben jeweils zwei Meisterschaften gewonnen. Manning mit den New York Giants, Roethlisberger mit den Pittsburgh Steelers. Rivers aber ist dies bislang nicht vergönnt gewesen.

Mittlerweile wird nicht nur in der National Football League das Jahr 2019 geschrieben. Viele Stars auf der Quarterback-Position sind nach dem 2004er-Trio gekommen – und sogar schon wieder gegangen. Manning, Roethlisberger und Rivers sind noch da. Bei allen dreien ist offen, wie lange sie noch in der NFL auf höchstem Niveau agieren können und wollen. Bei allen stellt sich die Frage, ob sie noch einmal eine Championship gewinnen können.

In dieser Saison hatte Rivers die besten Karten des Trios. Die Los Angeles Chargers, seit dem Draft-Day 2004 der Arbeitgeber des inzwischen 37-Jährigen, beendeten die reguläre Saison mit einer Bilanz von 12-4 und setzten sich in der Wildcard-Round bei den Baltimore Ravens durch. Doch am vergangenen Sonntag zerstörten die New England Patriots den Traum der Chargers und den Traum von Rivers. Das 28:41 aus Sicht der Kalifornier ließt sich sogar noch relativ erträglich, wenn man bedenkt, wie chancenlos die „Bolts“ waren. Bereits im zweiten Viertel (7:35) waren alle Messen gelesen.

Über die Gründe für das Chargers-Desaster in Foxborough lässt sich dezidiert analysieren und streiten – sei seien an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt. Festzuhalten ist: Es könnte die letzte Chance für Rivers gewesen sein, doch noch einen Championship-Ring zu ergattern. Beim Blick auf Tom Brady (New England) und Drew Brees (New Orleans) dürfen Anhänger der Chargers zwar guter Hoffnung sein, dass auch Rivers jenseits seines 40. Geburtstags noch die Bälle durch die NFL-Stadien schleudert. Aber Garantien gibt es in der NFL nicht. Wird die Defense auf dem Papier noch einmal so gut sein? Wird Rivers auf dem Papier künftig ebenso viel Talent um sich herum versammelt haben? Es gibt nicht Wenige, die sagen, Rivers fehle trotz seiner Beständigkeit und seiner guten Werte (4308 Yards, 32 Touchdowns) einfach das gewisse Etwas. Und so deutet immer mehr darauf hin, dass Rivers ohne Ring, aber dafür mit einem andere Titel seine Karriere beenden wird – egal, wann das ist. „Philip Rivers – der Unvollendete.“

 

(Tobias Kemberg)

Übung macht den Meister

Es ist eine ganze Weile her, dass ein Rookie-Quarterback in der National Football League sein erstes Playoff-Spiel gewinnen konnte, wenn sein Gegenüber zugleich kein Neuling war. Mark Sanchez gelang dies im Januar 2009 im Trikot der New York Jets beim 24:14 gegen die Cincinnati Bengals. Zehn Jahre später ist Sanchez selbst als Backup für die Washington Redskins zu schlecht, die Jets und Bengals haben sich früh aus dem Playoff-Rennen verabschiedet und beide Franchises haben nach einer weiteren enttäuschenden Saison den Head Coach vor die Tür gesetzt. Aber das sind andere Geschichten.

Auch Lamar Jackson konnte seinen ersten Auftritt in der Postseason nicht erfolgreich gestalten. Zu spät fanden der Rookie-Spielmacher und die Baltimore Ravens zu etwas, das allgemein hin als Rhythmus bezeichnet wird. Sieben Mal ging der seit Montag 22-Jährige im Wildcard-Game zu Boden, warf eine Interception und produzierte drei Fumbles, von denen einer durch die Los Angeles Chargers erobert wurde, die sich letztlich mit 23:17 in Baltimore durchsetzten. Bizarre Szenen spielten sich in der zweiten Hälfte der Begegnung auf den Rängen und an der Seitenlinie ab: Unter den Fans forderten einige den Einsatz von Veteran Joe Flacco anstelle Jacksons. Dieser saß während der ersten Angriffsserie der Chargers in eine dicke Jacke eingepackt auf der Bank – und Flacco, bis Mitte der aktuellen Saison noch der unumstrittene Starter auf der Quarterback-Position, wärmte sich auf.

Doch Cheftrainer John Harbaugh setzte weiter auf Lamar Jackson, den jüngsten Spielmacher, der jemals ein NFL-Playoff-Spiel absolvierte. Das vierte Quarter wird dem Coach Recht gegeben haben: Jackson drehte noch einmal auf, warf zwei Touchdown-Pässe. Schließlich reichte es jedoch nicht mehr für die Wende.

Ist Playoff-Erfahrung auf dieser ach so entscheidenden Position im American Football also doch ein hoch stechender Trumpf? Die Fakten lassen es vermuten: Auch die „Sophomores“, also Jacksons Kollegen, die ihre zweite Spielzeit bestreiten, mussten ihre Träume einer Reise nach Atlanta zum Super Bowl am 3. Februar früh begraben. DeShaun Watson unterlag mit den Houston Texans gegen die Indianapolis Colts, Mitch Trubisky verlor unglücklich mit den Chicago Bears gegen Titelverteidiger Philadelphia Eagles. Etwas mehr Erfahrung als dieses Trio hat Dak Prescott, der Spielmacher der Cowboys. Mit Dallas feierte Prescott seinen ersten Playoff-Sieg im dritten Karrierejahr gegen die Seattle Seahawks.

Folgt man diesen Gedanken, so müsste Patrick Mahomes als „Sophomore“ in seinem Playoff-Debüt in der Divisional Round mit den Kansas City Chiefs den Indianapolis Colts am kommenden Wochenende unterliegen – aber nicht jeder gibt etwas auf Statistiken, oder? Vor allem, wenn dieser Mahomes doch der (wahrscheinliche) MVP der Saison 2018 wird und in der regulären Saison 50 Touchdown-Pässe geworfen hat. Wobei…einen hab ich noch: Die meisten Playoff-Siege unter den acht noch im Rennen befindlichen Quarterbacks hat Mr. Tom Brady mit stolzen 27. Auf Rang zwei dieser acht Herren hinter der lebenden Legende der New England Patriots folgt Drew Brees von den New Orleans Saints. Nur mal so, um das einzuordnen mit der Erfahrung und so…

 

(Tobias Kemberg)