Die zweite Vorschau unsererseits auf die erste Draft-Runde. Viel Spaß beim Lesen… (Feedback gerne an @DelayOfGameNFL bei Facebook und Twitter)
1 – Arizona Cardinals
Kyler Murray / QB / Oklahoma
Es bleibt dabei, die Cardinals geben dem neuen Headcoach Kliff Klingsbury seinen Wunsch-Spielmacher. Arizona nimmt nicht den besten Spieler, sondern den als „Winner“ bekannten Quarterback. Josh Rosen wird möglicherweise erst am Draft-Abend getraded.
2 – San Francisco 49ers
Nick Bosa / Edge / Ohio State
Die 49ers kaufen hier ein Stück weit den Namen und entscheiden sich gegen Defensive Tackle Quinnen Williams. Bosa ist ein „Day-1-Starter“ und sollten die Cardinals nicht doch noch alle überraschen, geht der Bruder von Joey (Chargers) ebenfalls nach Kalifornien.
3 – New York Jets
Josh Allen / Edge / Kentucky
Einen Trade nach hinten halte ich bei den Jets nach wie vor für möglich – aller Voraussicht nach wäre dieser wohl mit den Giants. Behalten die Jets den Pick Nr. 3 bekommen sie die dringend benötigte Hilfe auf der Außenposition der D-Line.
4 – Oakland Raiders
Quinnen Williams / DL / Alabama
Die Nick-Saban-Schule aus Alabama und den Fakt, dass die 49ers und Jets den besten D-Liner nicht vom Board geholt haben, können die Raiders nicht ignorieren. Dafür ist der vielseitige Williams einfach zu talentiert.
5 – Tampa Bay Buccaneers
Devin White / LB / LSU
Defensive Coordinator Todd Bowles bekommt einen Playmaker für den Neuaufbau der zweitschlechtesten NFL-Defense aus 2018. White verfügt über Leader-Qualitäten und hat beim Scouting Combine gezeigt, dass er ein ähnlicher Spieler werden kann, wie einst Patrick Willis (49ers).
6 – New York Giants
D.K. Metcalf / WR / Mississippi
Odell Beckham Jr. ist weg, die Offense der Giants benötigt neben Runningback Saquon Barkley weitere Playmaker. Im großen und schnellen Metcalf bekommt New York den nächsten Nummer-1-Receiver.
7 – Jacksonville Jaguars
Jawaan Taylor / OT / Florida
Der als Tackle oder Guard einsetzbare Taylor geht als erster O-Liner über die Theke und bleibt nach dem College im schönen Florida. Setzen die Jaguars ihn auf der linken Seite ein, könnte er die entscheidende Protection für den neuen Quarterback Nick Foles sein.
8 – Detroit Lions
Rashan Gary / DL / Michigan
Wie in unserem Mock Draft 1.0 bleiben die Lions mit ihrem Pick beim Junior aus Michigan. Gary ist ein vielseitig einsetzbarer Lineman, der insbesondere durch seine Explosivität besticht. Head Coach Matt Patricia bekommt mit ihm einen weiteren Baustein für eine bessere Lions-Defense.
9 – Buffalo Bills
Ed Oliver / DT / Houston
Im Mock Draft 1.0 fehlte der von Statur und entsprechender Athletik mit Aaron Donald vergleichbare D-Liner noch. Ein überragender „Pro Day“ hat den dynamischen Oliver weit nach oben in die erste Runde (fast) aller Mock Drafts geführt. Buffalo würde hier nicht zögern, wenn er noch zu haben wäre.
10 – New York Giants (via Trade / Denver)
Dwayne Haskins / QB / Ohio State
Der aus New Yorker Sicht mögliche Traum-Trade mit Russell Wilson ist erwartungsgemäß nicht zustande gekommen und mit Pick Nr. 6 wurde tatsächlich kein Quarterback gewählt. Stattdessen traden die Giants mit ihrem zweiten Erstrunden-Pick von 17 auf 10 hoch und finden den Nachfolger von Eli Manning im Draft. Haskins ist ein klassischer Pocket-Passer mit gutem Arm.
11 – Cincinnati Bengals
Devin Bush / LB / Michigan
Cincinnati wird sicherlich ernsthaft über einen Quarterback nachdenken. Da aber die Defense dringend verbessert werden muss, ist Three-Down-Linebacker Bush hier eine denkbare Wahl. Der Prospect aus Michigan ist ein echter Playmaker.
12 – Green Bay Packers
TJ Hockenson / TE / Iowa
Zwei Tight Ends aus Iowa, zwei Kandidaten für die erste Draft-Runde. Hockenson kann exzellent blocken, bringt gutes Route-Running mit und hat sichere Hände. Er wäre der ideale Nachfolger für Jimmy Graham und dürfte Spielmacher Aaron Rodgers happy machen.
13 – Miami Dolphins
Montez Sweat / Edge / Mississippi State
Das bei Tests festgestellte Herzleiden lässt den Draft Stock des beim Senior Bowl und Combine so beeindruckenden Sweat fallen. Miami bedankt sich und greift daher an Position 13 zu. Der Senior von Mississippi State ist ein Edge-Rusher, der von seinen Skills her absolut NFL-bereit ist.
14 – Denver Broncos (via Trade / NY Giants > Atlanta)
Jonah Williams / OT / Alabama
GM John Elway schnappt sich einen der Top-Lineman, um QB Joe Flacco beschützen zu können. Mit dem als Guard oder Right Tackle agierenden Williams gelingt Denver ein wichtiges Upgrade.
15 – Washington Redskins
Drew Lock / QB / Missouri
Lock ist der drittbeste Spielmacher im 2019er-Draft, auch wenn es bezüglich seiner Konstanz ein paar Fragen gibt. Möglicherweise kann er Case Keenum den Job als Starter jedoch bereits in seinem ersten Jahr abluchsen.
16 – Carolina Panthers
Clelin Ferrell / Edge / Clemson
Der Nachfolger für den zurückgetretenen Julius Peppers kommt von einem der besten Colleges der vergangenen Jahre. Gleichermaßen gut gegen den Pass und den Lauf. Ferrell bringt eine bemerkenswerte Power und überdurchschnittlichen Speed mit.
17 – Atlanta Falcons (via Trade / NY Giants > Denver)
Andre Dillard / OT / Washington State
Die Falcons bekommen die Protection für QB Matt Ryan auch etwas tiefer in der ersten Runde. In Atlanta wird mit diesem Pick sicherlich auch über einen Defense-Spieler für die „Front seven“ nachgedacht, letztlich fällt die Entscheidung zugunsten der Offense Line.
18 – Minnesota Vikings
Kaleb McGary / OT / Washington
Um die zuletzt als Achillesferse ausgemachte Offense Line aufzubessern, gehen die Vikings mit dem athletischen McGary, der eher als Run-Blocker denn Pass-Protector gilt. Aber das Talent aus Washington hat das Potenzial, sich auch dabei zu steigern.
19 – Tennessee Titans
Christian Wilkins / DT / Clemson
Zwei Meisterschaften während seiner College-Zeit bei den Clemson Tigers: Wilkins weiß, wie man gewinnt. 17 QB-Sacks und 56 QB-Pressures in vier Jahren sind für einen Interior-Lineman durchaus erstaunliche Zahlen.
20 – Pittsburgh Steelers
Mack Wilson / LB / Alabama
Als Prospect der Crimson Tide ist Wilson durch eines der besten College-Programme der USA gegangen. Der Linebacker ist groß und athletisch und könnte in der Defense der Steelers Ryan Shaziers Nachfolger sein.
21 – Seattle Seahawks
Parris Campbell / WR / Ohio State
Der nächste „Buckeye“ findet einen Platz in Runde eins: Campbell hat beim Combine seinen Draft-Stock erhöht und die Seahawks stellen ihrem Spielmacher Russell Wilson nach dessen Vertragsverlängerung einen neuen hoffnungsvollen Wide Receiver an die Seite.
22 – Baltimore Ravens
Brian Burns / Edge / Florida State
Gute Leistungen beim Combine und nötige Gewichtszunahme haben den Draft-Stock des Pass-Rushers eigentlich gesteigert. Doch Burns fällt etwas weiter nach unten, als von vielen gedacht und landet bei den Ravens, die ihn im 3-4-Schema gut einsetzen können.
23 – Houston Texans
DeAndre Baker / CB / Georgia
Die Secondary der Texans hat sich in der Off-Season verändert. Mit Baker bekäme Houston einen Cornerback, der von Woche 1 an Starter sein kann. Der „Ballhawk“ der Georgia Bulldogs ist schnell und verfügt über gute Ball-Skills.
24 – Oakland Raiders (via Chicago)
Jachai Polite / Edge / Florida
Überdurchschnittliche Edge-Rusher finden sich auch noch im unteren Drittel der ersten Draft-Runde. Oakland entscheidet sich für Polite, der Oaklands gegnerischen Quarterbacks künftig das Leben schwer machen soll.
25 – Philadelphia Eagles
Josh Jacobs / RB / Alabama
Keine Veränderung zum Mock Draft 1.0: Der nächste Alabama-Spieler und – sollte er noch auf dem Board sein zu diesem Zeitpunkt – ein echter „Steal“ für die Eagles, die den besten Runningback des Drafts ziehen.
26 – Kansas City Chiefs (via Trade / Indianapolis)
Greedy Williams / CB / LSU
Größe, Geschwindigkeit und Ball-Skills machen Williams zu einer direkten Verstärkung für die Chiefs. Aber auch ein Safety wie Taylor Rapp (Washington) könnte für Kansas City hier eine Option sein.
27 – Oakland Raiders (via Dallas)
Noah Fant / TE / Iowa
Viele sehen Fant als den komplettesten Tight End im Draft – und eben nicht T.J. Hockenson. Doch der solide Pass-Empfänger mit der überragenden Athletik fällt ein bisschen weiter runter als gedacht. Die Raiders finden in ihm den Ersatz für Jared Cook.
28 – Los Angeles Chargers
Dalton Risner / OT / Kansas State
Um Quarterback Philip Rivers noch besseren Schutz zu geben, entscheiden sich die Chargers für den auf mehreren Line-Positionen einsetzbaren Risner, der im College über alle Jahre konstant gespielt hat und ein Woche-1-Starter in der NFL sein kann.
29 – Indianapolis Colts (via Trade / Kansas City)
Marquise Brown / WR / Oklahoma
„Hollywood“ Brown besticht durch Power und unfassbaren Speed. Er kann im Slot oder außen spielen und erinnert vom Stil her ein wenig an Tyreek Hill. Mit ihm bekommt Spielmacher Andrew Luck ein zweites „Ass“ neben T.Y. Hilton.
30 – Green Bay Packers (via New Orleans)
Cody Ford / G / Oklahoma
Ein weiterer Spieler der Sooners, der im College für Kyler Murray und Baker Mayfield geblockt hat. Green Bay muss sich in der Offense Line für die Zukunft aufstellen, Ford ist der passende Kandidat dafür.
31 – Los Angeles Rams
Garrett Bradbury / C / NC State
Für die Rams steht auch ein Nachfolger für Left Tackle Andrew Whitworth zur Debatte, der nur noch ein Jahr spielt. Da aber Center John Sullivan jetzt schon nicht mehr da ist, nutzt L.A. den einzigen Pick der ersten beiden Runden, um einen neuen Mann für die Mitte zu finden.
32 – New England Patriots
Daniel Jones / QB / Duke
Runde eins des 2019er Draft endet mit einer Überraschung: Champion New England wählt den durchaus bereits als „pro ready“ eingestuften Spielmacher der Duke Blue Devils und lässt diesen sich hinter „Mr. Ziege“ Tom Brady in Ruhe entwickeln.
(Tobias Kemberg)