Delay of game – Mock Draft 2.0 (2021)

1 – Jacksonville Jaguars
Trevor Lawrence / QB / Clemson

2 – New York Jets
Zach Wilson / QB / BYU

3 – San Francisco 49ers (via MIA/HOU)
Justin Fields / QB / Ohio State

4 – Atlanta Falcons > TRADE > BRONCOS
Trey Lance / QB / North Dakota State

5 – Cincinnati Bengals
Penei Sewell / OT / Oregon

6 – Miami Dolphins (via PHI)
Ja’Marr Chase / WR / LSU

7 – Detroit Lions > TRADE > PATRIOTS
Mac Jones / QB / Alabama

8 – Carolina Panthers
Kyle Pitts / TE / Florida

9 – Denver Broncos > TRADE > FALCONS
Micah Parsons / LB / Penn State

10 – Dallas Cowboys
Rashawn Slater / OT / Northwestern

11 – New York Giants
DeVonta Smith / WR / Alabama

12 – Philadelphia Eagles (via MIA/SF)
Patrick Surtain II / CB / Alabama

13 – Los Angeles Chargers
Jaylen Waddle / WR / Alabama

14 – Minnesota Vikings
Kwity Paye / EDGE / Michigan

15 – New England Patriots > TRADE > LIONS
Azeez Ojulari / EDGE / Georgia

16 – Arizona Cardinals
Jaycee Horn / CB / South Carolina

17 – Las Vegas Raiders
Alijah Vera-Tucker / G / USC

18 – Miami Dolphins
Jaelan Phillips / EDGE / Miami

19 – Washington Football Team
Jeremiah Owusu-Koramoah / LB / Notre Dame

20 – Chicago Bears
Kadarius Toney / WR / Florida

21 – Indianapolis Colts
Christian Darrisaw / OT / Virginia Tech

22 – Tennessee Titans
Trevon Moehrig / S / TCU

23 – New York Jets (via SEA)
Caleb Farley / CB / Virginia Tech

24 – Pittsburgh Steelers
Najee Harris / RB / Alabama

25 – Jacksonville Jagaurs (via LAR)
Jayson Oweh / EDGE / Penn State

26 – Cleveland Browns
Jamin Davis / LB / Kentucky

27 – Baltimore Ravens
Joe Tryon / EDGE / Washington

28 – New Orleans Saints
Rashod Bateman / WR / Minnesota

29 – Green Bay Packers
Teven Jenkins / OT / Oklahoma State

30 – Buffalo Bills
Asante Samuel Jr. / CB / Florida State

31 – Kansas City Chiefs
Samuel Cosmi / OT / Texas

32 – Tampa Bay Buccaneers > TRADE > JAGUARS
Travis Etienne / RB / Clemson

Delay of game – Mock Draft 1.0 (2021)

1 – Jacksonville Jaguars
Trevor Lawrence / QB / Clemson
Die Jaguars erfüllen die Erwartungen ihrer Fan-Base sowie der Experten und ziehen einen Franchise-Quarterback an Land. Lawrence ist ein großer und athletischer Spielmacher, der seine Würfe äußerst präzise platziert und durch seine Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen, überzeugt. Ein Day-One-Starter.

2 – New York Jets
Zach Wilson / QB / BYU
Was passiert mit Sam Darnold? Haben die Jets gute Karten auf einen Trade für Deshaun Watson? Sollten die New Yorker den Top-Quarterback der Texans verpflichten können, wäre dieser Pick zweifellos am Draft-Day nicht mehr ihrer. Steht das QB-Karussell bis dahin (vorwiegend) still, entscheiden sich die Jets für den dynamischen Wilson anstatt für Justin Fields.

3 – Miami Dolphins (via HOU)
Ja’Marr Chase / WR / LSU
Ist Tua Tagovailoa „the man“ für die Fins? Oder ist Miami am Ende „all-in“ bei den Deshaun-Watson-Sweepstakes? Gehen wir an dieser Stelle mal davon aus, dass die Dolphins weiterhin auf Tua setzen. Dann braucht der Quarterback mehr Power auf der WR-Position. Chase ist explosiv, physisch enorm stark, gewinnt viele 50-50-Duelle und ist vor allem nach dem Catch gefährlich.

4 – Atlanta Falcons
Justin Fields / QB / Ohio State
Spielmacher Matt Ryan ist in die letzte Phase seiner Karriere eingetreten. Früher oder später wird der neue Head Coach Arthur Smith einem neuen Signal Caller das Vertrauen schenken. Der in Georgia geborene Fields bringt einen starken Arm und eine beeindruckende Athletik mit, die ihm auch im Run Game Vorteile verschafft.

5 – Cincinnati Bengals
Penei Sewell / OT / Oregon
In seiner Rookie-Saison musste QB Joe Burrow viel aushalten – und diese verletzungsbedingt frühzeitig beenden. Für Cincinnati gilt es, den Franchise-Quarterback besser zu beschützen. Sewell ist der beste Offenive Lineman im Draft. Er bringt schnelle Füße und gute Hände mit. Obwohl er nicht der beste Blocker ist, spricht sein Upside für ihn.

6 – Philadelphia Eagles
Jaylen Waddle / WR / Alabama
Cornerback, Tight End oder doch etwas anderes? Philadelphia hat Baustellen auf diversen Positionen, insbesondere auch in der Offense. Für den einen oder anderen überraschend picken die Eagles den unfassbar flinken und in seiner Beschleunigung überragenden Waddle und nicht etwa dessen College-Teammate DeVonta Smith.

7 – Detroit Lions
Micah Parsons / LB / Penn State
Ein Wide Receiver ergäbe mit diesem Pick absolut Sinn. Doch gerade im Zentrum der Defense besteht in Detroit dringend Handlungsbedarf. So fällt die Wahl auf Parsons, den Top-Linebacker der Klasse von 2021, der seine Stärken an der Line of Scrimmage hat. Steigern muss er sich bei den Zone Reads.

8 – Carolina Panthers
Trey Lance / QB / North Dakota State
Der vierte QB-Pick in den Top-Ten. Ganz egal, ob Carolina erst einmal weiter auf Teddy Bridgewater setzt, die potenzielle Long-Term-Solution ist Lance – sofern hier nicht doch etwas in Richtung Deshaun Watson passiert. Lance braucht noch Zeit, aber seine Präsenz in der Pocket und sein Overall-Skillset sind vielversprechend.

9 – Denver Broncos
Caleb Farley / CB / Virginia Tech
Head Coach Vic Fangio erhält den dringend gesuchten Playmaker in der Secondary. Farley kann den gegnerischen Receivern das Leben schon an der Line of Scrimmage schwer machen. Gut gegen Double Moves und beim Antizipieren des Balles. Er bringt alles mit, um ein Nummer-Eins-Cornerback zu sein.

10 – Dallas Cowboys
Rashawn Slater / OT / Northwestern
Frisches Blut für die O-Line oder die notwendige Verstärkung in der Secondary? Dallas wird mit dem zehnten Pick gute Optionen für beide Richtungen vorfinden und sich dann für Ersteres entscheiden. Slater ist nicht der größte Lineman, doch seine positiven Attribute, unter anderem im Run Game, machen ihn zu einem Value-Pick.

11 – New York Giants
DeVonta Smith / WR / Alabama
Wenn er noch auf dem Board ist, warum nicht? Der Heisman-Trophy-Gewinner ist in vielen Mock Drafts ein Top-Ten-Pick, fällt in diesem hier aber durch die Team Needs und die leichten Vorteile von Chase und Waddle den Giants in die Arme. Die erhalten einen pfeilschnellen, präzisen Route-Runner mit großem Potenzial. Ein Edge-Rusher wäre für die G-Men aber eine ebenso logische Wahl.

12 – San Francisco 49ers
Patrick Surtain II / CB / Alabama
Wer seine Ausbildung bei Nick Saban genossen hat, der verfügt über die Möglichkeiten, vom Start weg Erfolg in der NFL zu haben. Das gilt auch für Surtain, der das Gesicht eine möglicherweise stark veränderten Secondary in San Francisco werden könnte. Größe, Speed und gute Tackling-Fähigkeiten gehören zu Surtains Stärken.

13 – Los Angeles Chargers
Kyle Pitts / TE / Florida
Wer sich die Skills des besten Tight Ends der Draft-Klasse anschaut, der dürfte Pitts zurecht in den Top-Ten erwarten. Doch was, wenn er derjenige ist, der fällt und fällt? Dann lachen die Chargers sich einen Ast ab und schnappen sich den in allen Bereichen vielversprechenden Ex-Gator. Eine Offense mit Justin Herbert, Keenan Allen und Pitts? Möchte ich sehen. . .

14 – Minnesota Vikings
Gregory Rousseau / EDGE / Miami
Vom schön-heißen Florida ins schön-kalte Minnesota – bei den Vikings stehen Pass Rusher ganz oben auf dem Wunschzettel. Oder sollten es zumindest. Rousseau besticht durch exzellente Hände und einen guten Instinkt. Noch nicht fertig entwickelt, aber ein harter Arbeiter, der alle Voraussetzungen mitbringt.

15 – New England Patriots
Jeremiah Owusu-Koramoah / LB / Notre Dame
Quarterback, Tight End oder Defense? New England braucht mal wieder einen guten Draft. Unterstützung auf der Linebacker-Position wäre keine schlechte Entscheidung von Mastermind Bill Belichick. Aber der Pick der Patriots kann hier alles sein. Traden sie hoch? Möglich. Ebenso, wie nach unten. Für Owusu-Koramoah, der in Notre Dame unter anderem auch Slot-Corner spielte, spricht seine Vielseitigkeit.

16 – Arizona Cardinals
Trevon Moehrig / S / TCU
Für einige Experten ein „Dark Horse“, doch zuletzt mehr und mehr in den Mock Drafts genannt. Viele gute Safeties, die sowohl Free- als auch Strong Safety spielen können, gibt es dieses Jahr nicht. Moehrig könnte der Gegenpart zu Budda Baker werden. Er ist vielseitig und bringt gute Instinkte mit.

17 – Las Vegas Raiders
Jaycee Horn / CB / South Carolina
Die Raiders suchen auf fast jeder Defensiv-Position Verstärkung. Mit Horn bekommt Las Vegas einen großen Cornerback, der das physische Spiel liebt, aber hin und wieder aufpassen muss, dass er nicht zu viel mit den Händen arbeitet und so Strafen zieht. Stellt er das ab, wird er zu einem sehr guten CB in der NFL.

18 – Miami Dolphins
Najee Harris / RB / Alabama
Geduldig warten, bis sich die Lücke auftut und seine physischen Vorteil nutzen – das ist Harris, der in Miami eine Re-Union mit Tua feiern könnte. Als gute Passempfänger aus dem Backfield heraus könnte er bei den Dolphins ein wertvoller Baustein in der Offensive werden.

19 – Washington Football Team
Mac Jones / QB / Alabama
Der fünfte QB in Runde eins und ein weiterer Prospect der Crimson Tide. Washington sucht nach dem Abschied von Alex Smith einen Spielmacher für die Zukunft und könnte ihn in Jones finden. Dessen Athletik ist zwar allenfalls durchschnittlich, aber er agiert effizient und geduldig.

20 – Chicago Bears
Kadarius Toney / WR / Florida
Unabhängig davon, ob WR Allen Robinson bleibt oder geht, sollten die Bears auf dieser Position nachlegen und sich breiter aufstellen. Toney ist ein explosiver Receiver, der noch Entwicklungsmöglichkeiten mitbringt. Wäre auch im Return Game eine echte Hilfe für Chicago.

21 – Indianapolis Colts
Kwity Paye / EDGE / Michigan
Wer ersetzt Anthony Castonzo als Left Tackle? Die Antwort könnten die Colts im Draft finden, aber ein frischer Pass Rusher täte dem Team ebenso gut. Paye kann auch innen in der D-Line eingesetzt werden und darf als „Rohdiamant“ angesehen werden, der noch ein bisschen geschliffen werden muss.

22 – Tennessee Titans
Jaelan Phillips / EDGE / Miami
Kaum ein Team hat in 2020 so wenig Druck auf die gegnerischen Quarterbacks ausgeübt wie die Titans. Das soll sich ändern. Phillips zeichnet sich durch Explosivität und gute Beweglichkeit aus. Seine Verletzungshistorie könnte einige Teams abhalten, aber Tennessee greift hier zu.

23 – New York Jets (via SEA)
Travis Etienne / RB / Clemson
Achtung, die Jets sind im Draft immer für Überraschungen gut. Viele rechnen beim ursprünglichen Seahawks-Pick mit einem RB – ich auch. Etienne ist, wenn er einmal freie Wiese vor sich sieht, kaum einzufangen. Er kann Tackle brechen, hat aber keine überragende Feldübersicht.

24 – Pittsburgh Steelers
Alijah Vera-Tucker / G / USC
Einen Center-Ersatz für Maurkice Pouncey finden die Steelers in Runde eins nicht, aber einen Guard, der die O-Line verjüngt und QB Ben Roethlisberger mehr Protection gibt. Vera-Tucker ist nicht der dynamischste Athlet, doch er gerät selten in Bedrängnis. Ein Day-One-Starter.

25 – Jacksonville Jagaurs (via LAR) > TRADE > Chiefs
Joe Tryon / EDGE / Washington
Der Super Bowl gegen die Buccaneers hat gezeigt: Kansas City könnte zusätzliche Power im Pass Rush gebrauchen. Hier geht GM Brett Veach ein paar Plätze nach oben und sichert seinem Team Tryon. Der kommt vor allem über seine Power und nicht primär über den Speed. Ein Pass Rusher, der früh großen Impact haben könnte.

26 – Cleveland Browns
Zaven Collins / LB / Tulsa
Die Defense der Browns ist gut – auf der Linebacker-Position gibt es aber noch Bedarf. Collins‘ Stärken liegen in der Pass Coverage und seiner Athletik. Auch mit seinen Tackles konnte er im College Pluspunkte sammeln. Ein Linebacker, der in Cleveland sofort Starter wäre und die Defense der Browns entsprechend verstärkt.

27 – Baltimore Ravens
Jayson Oweh / EDGE / Penn State
Bei den Ravens sollte auch ein Wide Receiver auf dem oberen Drittel des Draft-Zettels stehen. Doch falls Baltimore nicht nach oben traded, um Toney oder sogar einen anderen der Top-WR an Land zu ziehen, ist Oweh hier ein logischer Pick. Der Pass Rusher muss noch eine Menge lernen, bringt aber verlockendes Talent mit.

28 – New Orleans Saints
Greg Newsome II / CB / Northwestern
Um weiteren Cap Space einzusparen, dürften in New Orleans auch Cornerbacks zu den Streichkandidaten zählen. Daher ergäbe Newsome mit dem First-Round-Pick durchaus Sinn. Der ist groß, agil und antizipiert überdurchschnittlich gut – auch gegen den Lauf. Newsome sollte schnell zu einem verlässlichen Starter in der NFL reifen.

29 – Green Bay Packers
Teven Jenkins / OT / Oklahoma State
Kommt endlich der zweite gute WR neben Davante Adams? Noch wichtiger dürfte die Stabilisierung der Offensive Line sein. Green Bay findet Verstärkung in Jenkins, der sowohl als Tackle als auch inside spielen kann. Er bringt starke Hände mit und kann gegnerische Linemen förmlich abprallen lassen. Manchmal agiert er zu aggressiv.

30 – Buffalo Bills
Levi Onwuzurike / DT / Washington
Wenn Buffalo keinen Cornerback auswählt, dann dürfte hier ein D-Lineman die Wahl sein. Onwuzurike besticht nicht vordergründig durch auffällige Stats beim Pass Rush, hat aber einen schnellen ersten Schritt für einen Spieler seiner Größe und bringt alle Anlagen mit, um die Schwächen in seinem Spiel noch auszumerzen.

31 – Kansas City Chiefs > TRADE > Jaguars
Rashod Bateman / WR / MinnesotaKeelan Cole, Chris Conley und Dede Westbrook sind allesamt Free Agents. Warum dann dem neuen Franchise-Quarterback nicht einen neuen WR an die Seite stellen? Jacksonville bekommt durch den Trade mit den Chiefs einen zusätzlichen Late-Round-Pick und wählt Bateman, der noch Luft nach oben hat, aber sicherlich ein Quality-Starter in der NFL wird.

32 – Tampa Bay Buccaneers > TRADE > Bengals
Kelvin Joseph / CB / KentuckyDer Champion geht von Position 32 auf 38 und die Bengals entscheiden sich mit ihrem dann zweiten First-Round-Pick für Joseph, der über enorme Entwicklungsmöglichkeiten verfügt. Wenn er mehr Konstanz in seiner Performances bekommt, findet Cincinnati hier einen künftigen Top-Cornerback. Einen Shot ist Joseph allemal wert.

Tom Brady – der personifizierte Superlativ

Angeführt vom größten Quarterback aller Zeiten gewinnen die Tampa Bay Buccaneers den 55. Super Bowl gegen die Kansas City Chiefs. Beim 31:9 ist der 43-Jährige, der seinen insgesamt siebten Meistertitel feiert, mit drei Touchdown-Pässen wieder einmal der wertvollste Spieler.

Von Tobias Kemberg

Am Ende einer Football-Saison, in der so vieles anders ablief und sich fast alles anders anfühlte, gab es schließlich vertraute Bilder. Vom jubelnden Tom Brady, der seine Familie in die Arme schloss, der die Vince-Lombardi-Trophäe entgegennahm und der bei seinem insgesamt siebten Super-Bowl-Triumph zum fünften Mal als wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde. „Ja, wir kommen wieder“, sagte der 43-Jährige. Denn von Gedanken an einen Rücktritt gibt es weiterhin keine Spur. Große Teile der Konkurrenz dürften diese Aussage mit einem Seufzen quittiert haben.

Mit 31:9 setzten sich die Tampa Bay Buccaneers im 55. Super Bowl gegen die Kansas City Chiefs durch und feierten nach 2003 ihren zweiten Meistertitel in der National Football League. Neben der lebenden Quarterback-Legende glänzten im Finale vor allem Tight End Rob Gronkowski mit zwei gefangenen Touchdowns sowie die Abwehr der Gastgeber. Diese gewährte den bei den Buchmachern leicht favorisierten Chiefs keinen einzigen Touchdown.

Zwei Ballverluste und elf Strafen waren zu viel für den Titelverteidiger, der zum Ende des zweiten Viertels die Kontrolle über ein Spiel verlor, das nur selten dem im Vorfeld üblichen Hype gerecht wurde. Zu dominant waren Brady und die Buccaneers, zu schwach präsentierten sich die Chiefs, die sowohl in Bezug auf die Taktik als auch die Ausführung auf dem Spielfeld meilenweit unter dem Niveau blieben, das sie in den vergangenen beiden Saisons auszeichnete.

„So eine heftige Niederlage habe ich schon eine lange Zeit nicht mehr erlebt“, erklärte Star-Quarterback Patrick Mahomes, der das Generationenduell mit Brady klar verlor. Während der beste Spielmacher aller Zeiten 21 seiner 29 Passversuche an den Mann brachte und drei Touchdown-Pässe erzielte, blieb der 25-jährige Mahomes mit 26 kompletten Pässen bei 49 Versuchen und zwei Interceptions sowie keinem Touchdown blass. „Es war ein schlechter Tag, um einen schlechten Tag zu haben“, sagte Chiefs-Cheftrainer Andy Reid.

Acht Siege in Folge nach der Niederlage gegen die Chiefs im November

Auf der anderen Seite strahlte Brady in die Kameras. Der einst so schüchterne junge Mann vom College in Michigan, der 2000 beim alljährlichen Draft, bei dem die besten Talente der US-Universitäten ausgewählt werden, eigentlich schon durchs Raster gefallen war. Erst an Position 199 griffen die New England Patriots zu. 21 Jahre danach fügte der Beste aller Zeiten seinem imposanten Vermächtnis ein weiteres Kapitel hinzu. Eines, das es nach sechs Super-Bowl-Erfolgen mit den New England Patriots eigentlich nicht mehr gebraucht hätte.

Nach seinem Abschied im Frühjahr 2020 in New England stellten Fans und Experten die Frage, ob Brady auch ohne das Patriots-Superhirn Bill Belichick, der in Massachusetts Trainer und Manager in Personalunion ist, einen Titel holen kann. Brady nahm die mit einem Teamwechsel verbundenen Mühen auf sich. Er lernte seine neuen Mitspieler kennen, ein neues System, ein neues Umfeld. In einer Saison, in der für die Vorbereitung wichtige Elemente wie ein komplettes Trainingscamp und dauerhafte Übungseinheiten in voller Mannschaftsstärke aufgrund der Pandemie-Lage nicht möglich waren.

Als Tampa Bay am letzten Novembersonntag daheim gegen Kansas City unterlag, standen nach zwölf regulären Saisonspielen sieben Siege und fünf Niederlagen für die Buccaneers zu Buche. Zweifel wurden laut, ob das Projekt „Brady und die Bucs“ nicht doch scheitern würde. Brady und seine neuen Spielgefährten antworteten mit vier Siegen in Folge und dem Playoff-Einzug. In diesen besiegte Tampa Bay das Washington Football Team, die New Orleans Saints und die Green Bay Packers – allesamt auswärts. Die finalen Antworten auf die Fragen, ob er ohne Belichick gewinnen kann, ob er mit 43 Jahren immer noch gut genug ist und ob die Buccaneers mit den Verpflichtungen Bradys und anderer Topstars zu viel Risiko eingegangen waren, lieferte das Spiel in der Nacht zu Montag.

Brady und die Buccaneers gewannen in eindrucksvoller Manier. Und obwohl genau das für Football-Fans in aller Welt nichts Neues ist, so erstaunen die Leistungen des größten Quarterbacks aller Zeiten doch immer wieder. Die von Thomas Edward Patrick Brady Junior, dem personifizierten Superlativ. Einem Besessenen der positiven Art. Einem, der es liebt, Teil eines Teams zu sein, der den Wettkampf liebt. Und der das Gewinnen liebt.

DoG Mock Draft 2020 – 3.0

1 – Cincinnati Bengals
Joe Burrow / QB / LSU
Verschiedene Teams werden bei den Bengals noch mal anfragen, ob sie bereit sind, den Pick traden. Doch das wird am Ende nicht passieren. Cincinnati wählt den neuen Franchise-QB aus und hat damit die wichtigste Position des Footballteams geklärt.

2 – Washington Redskins
Chase Young / EDGE / Ohio State
Chase Young oder Tua? Sollte es hier keinen Trade mit einem anderen Team geben, stellt sich keine andere Frage. Young ist schlichtweg der bester Spieler im Draft und die Redskins stärken ihre Defensive Line mit einem Verteidiger der Kategorie „Game Changer“.

3 – Detroit Lions > TRADE > Miami Dolphins
Tua Tagovailoa / QB / Alabama
Die Lions sind – nach allem, was zu hören ist – bereit, nach unten zu traden. Und sie werden Anrufe erhalten. Miami unterbreitet das bessere Angebot als beispielsweise die Chargers und sichert sich dann Tua, dessen Physis kein Hinderungsgrund mehr ist.

4 – New York Giants
Mekhi Becton / OL / Louisville
Die G-Men haben an Position vier viele Optionen und sie haben viele Lücken in der Defense, doch mehr (und bessere) Protection für QB Daniel Jones ist auch keine schlechte Lösung. Becton könnte auf RT beginnen und irgendwann Nate Solder auf der linken Seite beerben.

5 – Miami Dolphins > TRADE > Detroit Lions
Jeff Okudah / CB / Ohio State
Unumstritten der Top-Cornerback der Draft-Klasse – Detroit muss diese Position adressieren und sollte sich mit dem Wechsel von Position 3 auf 5 eigentlich keine Gedanken machen müssen, dass Okudah dann nicht mehr zu haben ist.

6 – Los Angeles Chargers
Justin Herbert / QB / Oregon
Tyrod Taylor ist ein netter „Game Manager“, kann aber nicht die langfristige Antwort sein. Die Chargers schnappen sich den athletischen Quarterback mit dem präzisen Wurfarm von den Ducks, auch wenn sie sicherlich gerne Tua Tagovailoa bekommen hätten.

7 – Carolina Panthers
Isaiah Simmons / LB / Clemson
Seine Athletik, sein Speed und seine Größe machen ihn auf Anhieb zu einem dominanten Defender in der NFL. Der neue Panthers-HC Matt Rhule würde sich auch über einen starken DT freuen, doch Simmons hier nicht zu nehmen, wäre fahrlässig.

8 – Arizona Cardinals
Derrick Brown / DT / Auburn
Der Senior aus Auburn ist der beste Defensive Tackle im Draft und in der Lage, über Jahre ein „Centerpiece“ in der D-Line zu sein. Vor der Free Agency haben viele bei diesem Pick mit einem WR gerechnet, doch durch den Hopkins-Trade fällt die Entscheidung an dieser Stelle anders aus.

9 – Jacksonville Jaguars
Jedrick Wills / OL / Alabama
Nach den Abgängen in der Defense (Ramsey/Bouye) würden die Jaguars fraglos bei Jeff Okudah zugreifen, doch der Top-CB des Draft ist schon weg. Auch die O-Line kann aber Verstärkung gebrauchen: Wills hat bei den Crimson Tide auf der rechten Seite gespielt und blockt künftig für Gardner Minshew.

10 – Cleveland Browns
Tristan Wirfs / OL / Iowa
Baker Mayfield muss besser geschützt werden. Der bewegliche, explosive und agile Wirfs kann genau das sehr gut. Alle drei Top-Tackle des Draft in diesem Jahr sollten Top-12-Picks sein – Wirfs geht vielleicht sogar etwas überraschend als letzter der drei an Position 10 über die Theke.

11 – New York Jets
CeeDee Lamb / WR / Oklahoma
So gut die Klasse der WR 2020 auch ist, Lamb wird in vielen Mock Drafts dann doch als erstes gezogen. Quarterback Sam Darnold darf sich über explosiven Playmaker freuen, wenngleich die Jets auch über den viertbesten Tackle (Andrew Thomas) nachdenken sollten.

12 – Las Vegas Raiders
Jerry Jeudy / WR / Alabama
Hervorragender Route-Runner, gute Body-Control und ausgezeichnetes Spielverständnis – die Raiders müssen ihre Offensive verbessern. Spielmacher Derek Carr erhält mit Jeudy einen Top-Receiver an seine Seite gestellt.

13 – San Francisco 49ers (via IND)
Javon Kinlaw / DT / South Carolina
Nicht wenige Mock-Drafts haben den Defensive Tackle etwas weiter oben auf der Liste. Kinlaws Schwäche ist das (noch) bescheidene Arsenal an Moves, um die Gegenspieler zu kontrollieren. Andererseits ist sein Potenzial nach oben riesig und die Niners ersetzen den zu den Colts abgewanderten DeForest Buckner mit dem aus Indianapolis erhaltenen Pick.

14 – Tampa Bay Buccaneers
Andrew Thomas / OT / Georgia
Der eine oder andere Experte sieht den umsichtig spielenden Offense Liner eher als Guard, doch wenn er sich im einen oder anderen Bereich verbessert, sollte eine Karriere als Tackle sicher sein. Sehr stark als Run-Blocker und künftig „Schild“ für den neuen Bucs-QB Tom Brady.

15 – Denver Broncos
Henry Ruggs III / WR / Alabama
Lamb und Jeudy sind bereits „vergeben“, da bleibt für die Broncos aber noch der schnelle Ruggs. Der ist vor allem an der Line und nach dem Catch explosiv. Erinnert an Tyreek Hill. Denver braucht Playmaker seines Kalibers.

16 – Atlanta Falcons
C.J. Henderson / CB / Florida
Fragezeichen hinter dem ehemaligen Gator ist seine Fähigkeit beim Tackling. Ansonsten ist der athletische Cornerback, der sehr physisch spielen kann, ein Top-Prospect. Atlanta muss in der Secondary dringend nachbessern und Henderson ist der zweitbeste CB im Draft.

17 – Dallas Cowboys
Justin Jefferson / WR / LSU
Besonders stark, wenn es darum geht, Distanz zwischen sich und den Verteidiger zu legen. Trotz der Vertragsverlängerung mit Amari Cooper  – der ehemalige Mitspieler von Joe Burrow tut den Cowboys als weitere Offensivwaffe gut.

18 – Miami Dolphins (via PIT)
Austin Jackson / OT / USC
Der ehemalige Trojan hat ein paar Probleme gegen den Bull-Rush, dafür überzeugt er mit Schnelligkeit in der Pass-Protection, Größe und Athletik. Miami bekommt einen Day-One-Starter, der noch viel Luft nach oben hat.

19 – Las Vegas Raiders (via CHI)
Ross Blacklock / DT / TCU
Mit seiner Dynamik und seiner Technik im Pass-Rush gehört Blacklock zu den Top-Linemen im Draft. Sein Skill-Set ist herausragend, Zweifel gibt es in Bezug auf seine Beständigkeit. Dass die Raiders hier mit einem CB gehen, ist jedoch ebenso möglich.

20 – Jacksonville Jaguars (via LAR)
K’Lavon Chaisson / EDGE / LSU
Agiert als Pass-Rusher mehr über die Kraft und die Geschwindigkeit als über die Technik. Nach der Offensive Line sichern sich die Jaguars mit ihrem zweiten First-Rounder einen Verteidiger, um ihrer Defense nach vielen Abgängen wieder mehr Talent zu verleihen.

21 – Philadelphia Eagles
Kenneth Murray / LB / Oklahoma
Speed und Athletik in der Mitte der Defense? Können die Eagles gebrauchen. Murrays Vorzüge liegen unter anderem in der Coverage gegen Runningbacks und beim Blitz. Eher Outside-Linebacker als in der Mitte.

22 – Minnesota Vikings (via BUF)
Jaylon Johnson / CB / Utah
Mit seinem Skillset würde der grundsolide CB perfekt in das System der Vikings passen, die in der Secondary dringend Handlungsbedarf haben. Seine Schulterverletzung sollte am Draft Day kein Grund sein, dass Teams ihn nicht auswählen. Minnesota greift hier zu.

23 – New England Patriots
Jordan Love / QB / Utah State
Jarrett Stidham hin oder her. Auf lange Sicht werden die Patriots einen anderen Brady-Nachfolger aufbauen wollen. Love verfügt über beeindruckende Athletik und einen starken Arm. Muss sich aber in puncto Entscheidungsfindung auf dem Feld noch verbessern.

24 – New Orleans Saints
Brandon Aiyuk / WR / Arizona State
Aggressiver Stil, effizient und effektiv – als Partner zu Michael Thomas bekommt Drew Brees noch einmal einen neuen Wide Receiver an die Seite. Sein Potenzial scheint immens und die Saints stören sich auch nicht an seiner per OP behobenen Muskelverletzung.

25 – Minnesota Vikings
Yetur Gross-Matos / EDGE / Penn State
Schnelle Hände und gute Moves machen ihm zu einem First-Round-Pick. Verbesserungspotenzial gibt es in jedem Fall gegen den Run, doch Minnesota sieht hier auch die Entwicklungsmöglichkeiten. Gross-Matos muss aber an Power zulegen.

26 – Miami Dolphins (via HOU)
D’Andre Swift / RB / Georgia
Zu den großen Stärken des mit Josh Jacobs vergleichbaren Runningbacks gehören seine Geduld, bis sich die Lücke auftut, seine Übersicht und Schnelligkeit. Swift ist der Beste seiner Position im Draft. Ist er noch auf dem Board, ist er ein Muss für Miami, wenn der Trade mit den Lions in den Top-Five nicht diesen Pick gekostet hat.

27 – Seattle Seahawks > TRADE > Kansas City Chiefs
Patrick Queen / LB / LSU
Die Chiefs bringen ihre Super-Bowl-Offense sowieso komplett zurück. Also liegen ihre Prioritäten im Draft in der Defensive. Queen kann das Laufspiel des Gegners lesen, hat gleichermaßen gegen den Pass Qualitäten und sollte entsprechenden Impact bei allen drei Downs haben.

28 – Baltimore Ravens
Zack Baun / LB / Wisconsin
Gut als Pass-Rusher und wenn er sich zurückfallen lässt in der Coverage. Patrick Queen würde Baltimore auch gut zu Gesicht stehen, doch mit Baun können sich die Ravens nach dem Trade zwischen Seahawks und Chiefs einen anderen guten Linebacker in ihre Defense holen.

29 – Tennessee Titans > TRADE > Indianapolis Colts
Xavier McKinney / S / Alabama
Mit zwei Secound-Round-Picks als Preis könnten die Colts hier noch mal in die erste Runde reingrätschen und sich den Top-Safety im Draft angeln. Einerseits ist der vielseitige McKinney zu talentiert, um ihn nicht im Auge zu haben. Und andererseits ist die Safety-Position bislang noch eine Schwachstelle in Indy.

30 – Green Bay Packers
Tee Higgins / WR / Clemson
Erinnert vom Typ her ein wenig A.J. Green. Kann verschiedene Receiver-Spots bekleiden und Cornerbacks so vor Probleme stellen. Green Bay benötigt einen weiteren guten WR neben Davante Adams und findet ihn im ehemaligen Tiger.

31 – San Francisco 49ers > TRADE > Pittsburgh Steelers
Jonathan Taylor / RB / Wisconsin
Seine physische Stärke und sein Speed machen den Runningback dann doch noch zum First-Round-Pick. Auch als Passempfänger bei Screens effektiv. San Francisco erhält im Gegenzug dringend benötigte, weitere Draft-Picks und die Steelers bereiten sich durch diesen Move auf einen möglichen Abgang von James Conner in 2021 vor.

32 – Kansas City Chiefs > TRADE > Seattle Seahawks
A.J. Epenesa / DE / Iowa
Größe und Power bringt Epenesa vom Start weg mit. Und Seattle kann talentierte Pass Rusher gebrauchen. Der ehemalige Hawkeye gehört vielleicht nicht in die Kategorie von Chase Young, ist aber ein produktiver Spieler mit „Upside“.

DoG Mock Draft 2020 – 1.0

1 – Cincinnati Bengals
Joe Burrow / QB / LSU
Sollten die Bengals hier eine andere Wahl treffen, dann verändert sich die Dynamik der ersten Draft-Runde vollständig. Am Ende entscheidet sich Cincinnati aber für den neuen Franchise-QB mit Namen Burrow. Keine Überraschung.

2 – Washington Redskins
Chase Young / EDGE / Ohio State
Spekulationen, wonach Washington über QB Tua Tagovailoa nachdenkt, sind nachvollziehbar. Mit dem besten Spieler im Draft, dem in allen Bereichen hochtalentierten Young könnten die Redskins ihre Defensive Line deutlich verbessern und tun dies schließlich auch.

3 – Detroit Lions > TRADE > Miami Dolphins
Tua Tagovailoa / QB / Alabama
Die Lions werden eine Menge Anrufe erhalten. Viele Teams dürften Interesse haben, nach oben zu traden. Miami tut genau das und unterbreitet das bessere Angebot als beispielsweise die Chargers, um sich Tua zu sichern – wenn die weiteren medizinischen Reports zu ihm nach der Hüft-OP positiv sind.

4 – New York Giants
Mekhi Becton / OL / Louisville
357 Pfund Glanzvorstellung beim Scouting Combine haben seinen Draft-Stock noch einmal hochgejagt. Die G-Men haben an Position vier zwar viele Optionen und Nöte, doch mehr (und bessere) Protection für QB Daniel Jones ist die sinnvollste Entscheidung.

5 – Miami Dolphins > TRADE > Detroit Lions
Isaiah Simmons / LB / Clemson
Seine Athletik, sein Speed und seine Größe machen ihn auf Anhieb zu einem dominanten Defender in der NFL. Und das ist genau das, was die Lions in ihm sehen, die im Pick-Swap mit Miami einen weiteren hohen Draft-Pick (Second-Rounder?) erhalten.

6 – Los Angeles Chargers
Justin Herbert / QB / Oregon
Unabhängig von den Entwicklungen in der Free Agency gehen die Chargers mit dem athletischen Quarterback mit dem präzisen Wurfarm. Herberts Auftritt beim Combine hat ihm mit Blick auf den Draft geholfen. Sollte L.A. sich einen Veteranen angeln, kann der ehemalige Ducks-Spielmacher in Ruhe reifen.

7 – Carolina Panthers
Derrick Brown / DT / Auburn
Der neue Headcoach Matt Rhule möchte eine neue dominante Defense aufbauen. Dazu braucht es Säulen. Der Senior aus Auburn ist der beste Defensive Tackle im Draft und als solche in der Lage, über Jahre ein „Centerpiece“ in der Panthers-Line zu sein.

8 – Arizona Cardinals
CeeDee Lamb / WR / Oklahoma
So gut die Klasse der WR 2020 auch ist, dieser Pick wird eine kleine Überraschung. Headcoach Kliff Kingsbury muss Quarterback Kyler Murray mehr Talent an die Seite stellen. Mit Lamb sichern sich die Cardinals einen explosiven Playmaker.

9 – Jacksonville Jaguars
Jeff Okudah / CB / Ohio State
Sollte der Top-Cornerback der Draft-Klasse noch auf dem Board sein, schlagen die Jaguars hier zu. Jalen Ramsey ging bereits in der vergangenen Saison weg, nun ist auch die Zeit von A.J. Bouye in Jacksonville vorbei. Okudah ist ein guter Ersatz.

10 – Cleveland Browns
Tristan Wirfs / OL / Iowa
Beweglich, explosiv, agil – gemeinsam mit Mekhi Becton und Jedrick Wills (Alabama) gehört Wirfs zu den Top 3 der O-Liner. Cleveland muss QB Baker Mayfield besser beschützen, der ehemalige Hawkeye ist perfekt für diesen Job.

11 – New York Jets
Jedrick Wills / OL / Alabama
Vor allem auf der rechten Seite der Offensive Line haben die Jets Handlungsbedarf – und genau dort hat Wills bei den Crimson Tide gespielt. Sollte New York hier nicht die Line verstärken, kann der Pick eigentlich nur ein Cornerback sein.

12 – Las Vegas Raiders
Jerry Jeudy / WR / Alabama
Hervorragender Route-Runner, gute Body-Control und ausgezeichnetes Spielverständnis – die Raiders müssen ihre Offensive verbessern. Wer auch immer der Spielmacher in Woche 1 sein wird – die Spekulationen über Derek Carr bleiben – erhält mit Jeudy einen Top-Receiver.

13 – Indianapolis Colts
Jordan Love / QB / Utah State
Einer der Gewinner des Combine in Indianapolis. Und genau da könnte er landen, wenn die Colts ihm die entsprechende Zeit geben wollen, vielleicht hinter einem Veteranen. Love hat die nötige Athletik und einen starken Arm. Muss sich in puncto Entscheidungen auf dem Feld noch verbessern.

14 – Tampa Bay Buccaneers > TRADE > Buffalo Bills
Henry Ruggs III / WR / Alabama
Lamb und Jeudy sind nicht mehr verfügbar, da gehen die Bills hoch, um sich den schnellen Ruggs zu schnappen. Der ist vor allem an der Line of scrimmage und nach dem Catch explosiv. Erinnert an Tyreek Hill. Buffalo braucht Playmaker wie ihn.

15 – Denver Broncos
C.J. Henderson / CB / Florida
Fragezeichen in Bezug auf den ehemaligen Gator ist die Fähigkeit beim Tackling. Ansonsten ist der athletische Cornerback, der sehr über seine Physis kommt, ein Top-Prospect. Denver greift hier zu, trotz des Trades für A.J. Bouye.

16 – Atlanta Falcons
Javon Kinlaw / DT / South Carolina
Viele Mock-Drafts haben den Defensive Tackle weiter oben auf der Liste. Seine Schwäche ist das (noch) bescheidene Arsenal an Moves, um die Gegenspieler zu kontrollieren. Andererseits ist sein Potenzial nach oben riesig.

17 – Dallas Cowboys
Justin Jefferson / WR / LSU
Besonders stark, wenn es darum geht, Distanz zwischen sich und den Verteidiger zu legen. Ob Dallas sich nun mit Wide Receiver Amari Cooper einig wird oder nicht – der ehemalige Mitspieler von Joe Burrow tut den Cowboys in jedem Fall gut.

18 – Miami Dolphins (via PIT)
Andrew Thomas / OT / Georgia
Der eine oder andere Experte sieht den umsichtig spielenden Offense Liner eher als Guard, doch wenn er sich in bestimmten Bereichen verbessert, sollte eine Karriere als Tackle sicher sein. Sehr stark als Run-Blocker.

19 – Las Vegas Raiders (via CHI)
Kenneth Murray / LB / Oklahoma
Speed und Athletik in der Mitte der Defense? Können die Raiders gebrauchen. Murrays Vorzüge liegen unter anderem in der Coverage gegen Runningbacks und beim Blitz. Eher Outside-Linebacker als einer für die Mitte.

20 – Jacksonville Jaguars (via LAR)
K’Lavon Chaisson / EDGE / LSU
Agiert als Pass-Rusher mehr über die Kraft und die Geschwindigkeit als über die Technik. Auch mit ihrem zweiten First-Rounder setzen die Jaguars auf einen Verteidiger, um ihre Defense wieder stark zu machen.

21 – Philadelphia Eagles
Trevon Diggs / CB / Alabama
Der Bruder von Vikings-Receiver Stefon wäre die ideale Wahl für die Eagles, um der zuletzt schlechten Secondary einen neuen Impuls zu geben. Ein weiterer Kandidat für Philly wäre an dieser Stelle auch A.J. Terrell (Clemson).

22 – Buffalo Bills > TRADE > Tampa Bay Buccaneers
Yetur Gross-Matos / EDGE / Penn State
Schnelle Hände und gute Moves machen ihn zu einem First-Round-Pick. Verbesserungspotenzial gibt es in jedem Fall gegen den Run, doch Tampa Bay sieht die Entwicklungsmöglichkeiten. Gross-Matos muss aber noch an Power zulegen.

23 – New England Patriots > TRADE > Green Bay Packers
Denzel Mims / WR / Baylor
Ein Move, der nicht vollständig überraschen würde. New England traded gerne nach unten, die Packers haben einen guten Wide Receiver mit ganz oben auf der To-do-Liste. Und bevor die Saints oder die Dolphins einen der Combine-Gewinner holen, ist Green Bay zur Stelle.

24 – New Orleans Saints
Brandon Aiyuk / WR / Arizona State
Aggressiver Stil, effizient und effektiv – als Partner von Michael Thomas bekommt Drew Brees noch einmal einen neuen Wide Receiver an die Seite. Aiyuks Draft-Stock ging zuletzt klar nach oben und sein Potenzial scheint immens.

25 – Minnesota Vikings
A.J. Terrell / CB / Clemson
Kann so ziemlich jede Art von Coverage spielen. Im Title Game der NCAA gegen LSU sah er nicht so gut aus, doch Terrell könnte vom Start weg ein Nummer-Zwei-Corner sein. Und die Vikings benötigen in der Secondary dringend Hilfe.

26 – Miami Dolphins (via HOU)
D’Andre Swift / RB / Georgia
Zu den großen Stärken des mit Josh Jacobs vergleichbaren Runningbacks gehören seine Geduld bis sich die Lücke auftut, seine Übersicht und Schnelligkeit. Swift ist der Beste seiner Position im Draft. Ist er noch auf dem Board, ist er hier ein Muss für Miami.

27 – Seattle Seahawks > TRADE > Kansas City Chiefs
Jonathan Taylor / RB / Wisconsin
Seine physische Stärke und sein Speed machen den Runningback zum First-Round-Pick. Auch als Passempfänger bei Screens effektiv. Der amtierende Champion polstert sein Backfield nach dem Trade mit Seattle mit Taylor.

28 – Baltimore Ravens
Patrick Queen / LB / LSU
Die Ravens setzen ihre Prioritäten im Draft in der Defensive. Queen kann das Laufspiel des Gegners hervorragend lesen, hat aber gleichermaßen gegen den Pass Qualitäten und sollte entsprechenden Impact bei allen drei Downs haben.

29 – Tennessee Titans
Austin Jackson / OT / USC
Der ehemalige Trojan hat ein paar Probleme gegen den Bull-Rush, dafür überzeugt er mit Schnelligkeit in der Pass-Protection, Größe und Athletik. Tennessee bekommt einen Day-One-Starter, der dennoch viel Luft nach oben hat.

30 – Green Bay Packers > TRADE > New England Patriots
Jacob Eason / QB / Washington
So etwas wie die große Unbekannte unter den Quarterbacks der Klasse von 2020. Physis und Wurfarm sind da, doch nicht immer agiert Eason konstant. Für die Patriots könnte er trotzdem das Wagnis wert sein. Das Talent ist da.

31 – San Francisco 49ers
Xavier McKinney / S / Alabama
Der NFC-Champion hat nur diesen einen Pick in den ersten vier Runden. Ein Trade nach unten, um sich vielleicht einen Zweit- und/oder Drittrunden-Pick zu sichern, erscheint nicht unwahrscheinlich. McKinney ist vielseitig einsetzbar und könnte im Fall, dass die Niners den Pick behalten, ein Steal werden.

32 – Kansas City Chiefs > TRADE > Seattle Seahawks
Ross Blacklock / DT / TCU
Mit seiner Dynamik und Technik im Pass-Rush gehört Blacklock zu den Top-Linemen im Draft. Sein Skill-Set ist herausragend, Zweifel gibt es in Bezug auf seine Beständigkeit. Seattle könnte hier vielleicht auch einen Cornerback wie Essang Bassey (Wake Forest) oder A.J. Epenesa (Iowa) wählen.

100 Jahre NFL: Die Delay-of-game-Top-100

Die National Football League feiert ihre 100. Saison – und wir feiern mit. Indem wir im Podcast die unserer Meinung nach 100 besten Spieler aller Zeiten besprochen und gefeiert haben. Nachfolgend noch einmal alle Namen in der Übersicht für euch (in der im Podcast besprochenen Reihenfolge). . .

Nach Positionen:
19 Quarterbacks
12 Runningbacks
12 Wide Receiver
5 Tight Ends
13 Offense Liner
11 Defense Liner
12 Linebacker
10 Defensive Backs
5 Special Teamer
1 Split End

Teil 1: 10 Legenden längst vergangener Tage
– QB Bart Starr
– QB Johnny Unitas
– QB Roger Staubach
– QB George Blanda
– QB Joe Namath
– RB Franco Harris
– WR Lance Alworth
– LB Dick Butkus
– LB Ray Nitschke
– DT Joe Greene

Teil 2: 10 nicht mehr aktive Defense-Größen
– DE Michael Strahan
– LB Ray Lewis
– LB Brian Urlacher
– CB Deion Sanders
– CB Charles Woodson
– CB Rod Woodson
– CB Champ Bailey
– S Troy Polamalu
– S Brian Dawkins
– S Ed Reed

Teil 3: 10 nicht mehr aktive, legendäre Runningbacks
– RB Marcus Allen
– RB Jerome Bettis
– RB Jim Brown
– RB Terrell Davis
– RB Eric Dickerson
– RB Marshall Faulk
– RB Walter Payton
– RB Barry Sanders
– RB Emmitt Smith
– RB LaDanian Tomlinson

Teil 4: 10 legendäre Wide Receiver
– WR Fred Biletnikoff
– WR Cris Carter
– WR Larry Fitzgerald
– WR Bob Hayes
– WR Michael Irvin
– WR Calvin Johnson
– WR Randy Moss
– WR Terrell Owens
– WR Jerry Rice
– WR Lynn Swann

 

Teil 5: 10 legendäre, nicht mehr aktive Quarterbacks
– QB Troy Aikman
– QB Terry Bradshaw
– QB John Elway
– QB Brett Favre
– QB Peyton Manning
– QB Dan Marino
– QB Joe Montana
– QB Warren Moon
– QB Kurt Warner
– QB Steve Young

 

Teil 6: 10 legendäre, nicht mehr aktive Top-Defender
– LB Derrick Brooks
– DE/LB Charles Haley
– CB Ronnie Lott
– DE Julian Peppers
– LB Mike Singletary
– DE Bruce Smith
– LB Lawrence Taylor
– LB Derrick Thomas
– DE DeMarcus Ware
– DE Reggie White

 

Teil 7: 5 legendäre Tight Ends und 5 Special Teamer
– K Morten Andersen
– K Gary Anderson
– TE Antonio Gates
– TE Tony Gonzalez
– TE Rob Gronkowski
– PR/WR Dante Hall
– KR/WR Devin Hester
– TE Ozzie Newsome
– TE Shannon Sharpe
– K Adam Vinatieri

 

Teil 8: 10 legendäre Offensive Linemen
– G Larry Allen
– G Alan Faneca
– T Walter Jones
– T/G/C Bruce Matthews
– T Anthony Munoz
– T Jonathan Ogden
– T Orlando Pace
– T Willie Roaf
– T Art Shell
– G Will Shields

 

Teil 9: 10 Spieler, die unbedingt noch in unsere Top 100 gehören
– OL Forrest Gregg
– LB Jack Ham
– OL John Hannah
– SE Don Hutson
– LB Jack Lambert
– DB Dick Lane
– DE Deacon Jones
– DT Alan Page
– LB Junior Seau
– OL Joe Thomas

 

Teil 10: Die Aktiven und diejenigen, die auch noch unbedingt in die Top 100 gehören
– RB O.J. Simpson

– QB Tom Brady
– QB Drew Brees
– WR Antonio Brown
– DT Aaron Donald
– WR Julio Jones
– LB Von Miller

– CB Darrelle Revis
– QB Aaron Rodgers
– DE J.J. Watt

Wieso andere New Yorker Teams den Giants Zeit verschaffen. . .

New York City. Schmelztiegel der Kulturen, Mekka des Sports. Keine andere Metropole der Welt dürstet derartig nach Stars und Sternchen wie der „Big Apple“. Und zugleich kommen nirgends sonst die Kritiker so schnell und zahlreich aus ihren Löchern gekrochen, wenn es bei den Helden in Sportuniform mal nicht so läuft. Joe Namath, Lawrence Taylor, Wayne Gretzky, Alex Rodriguez – vier beliebige Namen, aus der Historie der „Big Leagues“ der US-amerikanischen Sportwelt. Sie alle haben genau das erfahren. Erwartungen, Hochs und Tiefs, Kritik. In unterschiedlichen Dekaden und in unterschiedlichem Ausmaß.

Die New Yorker Football-Welt hat in Runningback Saquon Barkley vor einem Jahr einen potenziellen Superstar hinzugewonnen. „Face of the Franchise“ heißt so etwas gerne. Ob Giants-Teamkollege Daniel Jones irgendwann auch ein solches werden kann, wird vielerorts bezweifelt, nicht nur in den USA. Doch die Ankunft anderer „Hoffnungsträger“ in NYC sollte gerade den Talenten der Giants (und vielleicht auch ein bisschen dem neuen Jets-Runningback Le’Veon Bell) eines verschafft haben, was es in Bezug auf Erwartungshaltung von Fans und Medien meist nur wenig gibt: Zeit.

Natürlich, die reinen Football-Fans werden sich vollends auf ihre Football-Teams und deren Spieler fokussieren, aber die Masse der Medien werden aller Voraussicht nach andere Neuankömmlinge noch genauer unter die Lupe nehmen. Der erste Blick führt zu den New York Knicks. Die Basketballer warten seit 1973 auf ihre dritte Meisterschaft in der NBA. Mit dem dritten Pick in der ersten Draft-Runde haben die Knickerbocker nun Guard R.J. Barrett verpflichtet. Der in Kanada geborene 19-Jährige hat ein beeindruckendes Freshman-Jahr an der renommierten Duke University hingelegt und dürfte im Gegensatz zu anderen Top-10-Picks von Saisonbeginn an ein klarer Kandidat für die erste Fünf auf dem Parkett des Madison Square Garden sein. Barrett wird liefern müssen. Also: Fokus auf den Knicks.

Wenige Tage nach dem NBA-Draft fand auch in der National Hockey League die alljährliche Talent-Auswahl statt. Mit Jack Hughes (New Jersey Devils) und Kaapo Kakko (New York Rangers) haben sich gleich zwei Teams aus dem Großraum New York an Position eins und zwei vielversprechenden Eishockey-Nachwuchs geangelt. Also: Fokus auf die Devils und sicherlich stark auf die sich im Umbruch befindlichen Rangers.

Vor allem die Boulevard-Medien vor Ort werden sich im Herbst also (zunächst einmal) mehr auf Basketballer Barrett sowie die Hockeyspieler Hughes und Kakko fokussieren. Das verschafft vor allem Giants-Spielmacher Jones – genau wie Barrett ein ehemalige Duke Blue Devil – Zeit, um sich in Ruhe entwickeln zu können. Ohne den ganz großen Druck von Anfang an. Zumindest für New Yorker Verhältnisse. Und dann sind da ja auch noch die New York Yankees. Ein bis zum Kragen der Pinstripe-Uniformen mit Talent gefülltes Roster soll nach 2009 endlich wieder für einen Triumph in der World Series sorgen. Also: Fokus auf die Yankees.

Irgendwann wird das geballte Interesse wieder verstärkt auf die Giants und Jets wandern. Das kann auch schneller gehen, als es der Schreiber dieser Zeilen erwartet. Aber die vielen neuen Hoffnungsträger bei den übrigen New Yorker Sportteams sollte für die Ruhe bei den Footballern tatsächlich erst einmal nicht abträglich sein. Ganz im Gegenteil.

 

(Tobias Kemberg)

Delay of game – Mock Draft 2.0

Die zweite Vorschau unsererseits auf die erste Draft-Runde. Viel Spaß beim Lesen… (Feedback gerne an @DelayOfGameNFL bei Facebook und Twitter)

1 – Arizona Cardinals

Kyler Murray / QB / Oklahoma

Es bleibt dabei, die Cardinals geben dem neuen Headcoach Kliff Klingsbury seinen Wunsch-Spielmacher. Arizona nimmt nicht den besten Spieler, sondern den als „Winner“ bekannten Quarterback. Josh Rosen wird möglicherweise erst am Draft-Abend getraded.

2 – San Francisco 49ers

Nick Bosa / Edge / Ohio State

Die 49ers kaufen hier ein Stück weit den Namen und entscheiden sich gegen Defensive Tackle Quinnen Williams. Bosa ist ein „Day-1-Starter“ und sollten die Cardinals nicht doch noch alle überraschen, geht der Bruder von Joey (Chargers) ebenfalls nach Kalifornien.

3 – New York Jets

Josh Allen / Edge / Kentucky

Einen Trade nach hinten halte ich bei den Jets nach wie vor für möglich – aller Voraussicht nach wäre dieser wohl mit den Giants. Behalten die Jets den Pick Nr. 3 bekommen sie die dringend benötigte Hilfe auf der Außenposition der D-Line.

4 – Oakland Raiders

Quinnen Williams / DL / Alabama

Die Nick-Saban-Schule aus Alabama und den Fakt, dass die 49ers und Jets den besten D-Liner nicht vom Board geholt haben, können die Raiders nicht ignorieren. Dafür ist der vielseitige Williams einfach zu talentiert.

5 – Tampa Bay Buccaneers

Devin White / LB / LSU

Defensive Coordinator Todd Bowles bekommt einen Playmaker für den Neuaufbau der zweitschlechtesten NFL-Defense aus 2018. White verfügt über Leader-Qualitäten und hat beim Scouting Combine gezeigt, dass er ein ähnlicher Spieler werden kann, wie einst Patrick Willis (49ers).

6 – New York Giants

D.K. Metcalf / WR / Mississippi

Odell Beckham Jr. ist weg, die Offense der Giants benötigt neben Runningback Saquon Barkley weitere Playmaker. Im großen und schnellen Metcalf bekommt New York den nächsten Nummer-1-Receiver.

7 – Jacksonville Jaguars

Jawaan Taylor / OT / Florida

Der als Tackle oder Guard einsetzbare Taylor geht als erster O-Liner über die Theke und bleibt nach dem College im schönen Florida. Setzen die Jaguars ihn auf der linken Seite ein, könnte er die entscheidende Protection für den neuen Quarterback Nick Foles sein.

8 – Detroit Lions

Rashan Gary / DL / Michigan

Wie in unserem Mock Draft 1.0 bleiben die Lions mit ihrem Pick beim Junior aus Michigan. Gary ist ein vielseitig einsetzbarer Lineman, der insbesondere durch seine Explosivität besticht. Head Coach Matt Patricia bekommt mit ihm einen weiteren Baustein für eine bessere Lions-Defense.

9 – Buffalo Bills

Ed Oliver / DT / Houston

Im Mock Draft 1.0 fehlte der von Statur und entsprechender Athletik mit Aaron Donald vergleichbare D-Liner noch. Ein überragender „Pro Day“ hat den dynamischen Oliver weit nach oben in die erste Runde (fast) aller Mock Drafts geführt. Buffalo würde hier nicht zögern, wenn er noch zu haben wäre.

10 – New York Giants (via Trade / Denver)

Dwayne Haskins / QB / Ohio State

Der aus New Yorker Sicht mögliche Traum-Trade mit Russell Wilson ist erwartungsgemäß nicht zustande gekommen und mit Pick Nr. 6 wurde tatsächlich kein Quarterback gewählt. Stattdessen traden die Giants mit ihrem zweiten Erstrunden-Pick von 17 auf 10 hoch und finden den Nachfolger von Eli Manning im Draft. Haskins ist ein klassischer Pocket-Passer mit gutem Arm.

11 – Cincinnati Bengals

Devin Bush / LB / Michigan

Cincinnati wird sicherlich ernsthaft über einen Quarterback nachdenken. Da aber die Defense dringend verbessert werden muss, ist Three-Down-Linebacker Bush hier eine denkbare Wahl. Der Prospect aus Michigan ist ein echter Playmaker.

12 – Green Bay Packers

TJ Hockenson / TE / Iowa

Zwei Tight Ends aus Iowa, zwei Kandidaten für die erste Draft-Runde. Hockenson kann exzellent blocken, bringt gutes Route-Running mit und hat sichere Hände. Er wäre der ideale Nachfolger für Jimmy Graham und dürfte Spielmacher Aaron Rodgers happy machen.

13 – Miami Dolphins

Montez Sweat / Edge / Mississippi State

Das bei Tests festgestellte Herzleiden lässt den Draft Stock des beim Senior Bowl und Combine so beeindruckenden Sweat fallen. Miami bedankt sich und greift daher an Position 13 zu. Der Senior von Mississippi State ist ein Edge-Rusher, der von seinen Skills her absolut NFL-bereit ist.

14 – Denver Broncos (via Trade / NY Giants > Atlanta)

Jonah Williams / OT / Alabama

GM John Elway schnappt sich einen der Top-Lineman, um QB Joe Flacco beschützen zu können. Mit dem als Guard oder Right Tackle agierenden Williams gelingt Denver ein wichtiges Upgrade.

15 – Washington Redskins

Drew Lock / QB / Missouri

Lock ist der drittbeste Spielmacher im 2019er-Draft, auch wenn es bezüglich seiner Konstanz ein paar Fragen gibt. Möglicherweise kann er Case Keenum den Job als Starter jedoch bereits in seinem ersten Jahr abluchsen.

16 – Carolina Panthers

Clelin Ferrell / Edge / Clemson

Der Nachfolger für den zurückgetretenen Julius Peppers kommt von einem der besten Colleges der vergangenen Jahre. Gleichermaßen gut gegen den Pass und den Lauf. Ferrell bringt eine bemerkenswerte Power und überdurchschnittlichen Speed mit.

17 – Atlanta Falcons (via Trade / NY Giants > Denver)

Andre Dillard / OT / Washington State

Die Falcons bekommen die Protection für QB Matt Ryan auch etwas tiefer in der ersten Runde. In Atlanta wird mit diesem Pick sicherlich auch über einen Defense-Spieler für die „Front seven“ nachgedacht, letztlich fällt die Entscheidung zugunsten der Offense Line.

18 – Minnesota Vikings

Kaleb McGary / OT / Washington

Um die zuletzt als Achillesferse ausgemachte Offense Line aufzubessern, gehen die Vikings mit dem athletischen McGary, der eher als Run-Blocker denn Pass-Protector gilt. Aber das Talent aus Washington hat das Potenzial, sich auch dabei zu steigern.

19 – Tennessee Titans

Christian Wilkins / DT / Clemson

Zwei Meisterschaften während seiner College-Zeit bei den Clemson Tigers: Wilkins weiß, wie man gewinnt. 17 QB-Sacks und 56 QB-Pressures in vier Jahren sind für einen Interior-Lineman durchaus erstaunliche Zahlen.

20 – Pittsburgh Steelers

Mack Wilson / LB / Alabama

Als Prospect der Crimson Tide ist Wilson durch eines der besten College-Programme der USA gegangen. Der Linebacker ist groß und athletisch und könnte in der Defense der Steelers Ryan Shaziers Nachfolger sein.

21 – Seattle Seahawks

Parris Campbell / WR / Ohio State

Der nächste „Buckeye“ findet einen Platz in Runde eins: Campbell hat beim Combine seinen Draft-Stock erhöht und die Seahawks stellen ihrem Spielmacher Russell Wilson nach dessen Vertragsverlängerung einen neuen hoffnungsvollen Wide Receiver an die Seite.

22 – Baltimore Ravens

Brian Burns / Edge / Florida State

Gute Leistungen beim Combine und nötige Gewichtszunahme haben den Draft-Stock des Pass-Rushers eigentlich gesteigert. Doch Burns fällt etwas weiter nach unten, als von vielen gedacht und landet bei den Ravens, die ihn im 3-4-Schema gut einsetzen können.

23 – Houston Texans

DeAndre Baker / CB / Georgia

Die Secondary der Texans hat sich in der Off-Season verändert. Mit Baker bekäme Houston einen Cornerback, der von Woche 1 an Starter sein kann. Der „Ballhawk“ der Georgia Bulldogs ist schnell und verfügt über gute Ball-Skills.

24 – Oakland Raiders (via Chicago)

Jachai Polite / Edge / Florida

Überdurchschnittliche Edge-Rusher finden sich auch noch im unteren Drittel der ersten Draft-Runde. Oakland entscheidet sich für Polite, der Oaklands gegnerischen Quarterbacks künftig das Leben schwer machen soll.

25 – Philadelphia Eagles

Josh Jacobs / RB / Alabama

Keine Veränderung zum Mock Draft 1.0: Der nächste Alabama-Spieler und – sollte er noch auf dem Board sein zu diesem Zeitpunkt – ein echter „Steal“ für die Eagles, die den besten Runningback des Drafts ziehen.

26 – Kansas City Chiefs (via Trade / Indianapolis)

Greedy Williams / CB / LSU

Größe, Geschwindigkeit und Ball-Skills machen Williams zu einer direkten Verstärkung für die Chiefs. Aber auch ein Safety wie Taylor Rapp (Washington) könnte für Kansas City hier eine Option sein.

27 – Oakland Raiders (via Dallas)

Noah Fant / TE / Iowa

Viele sehen Fant als den komplettesten Tight End im Draft – und eben nicht T.J. Hockenson. Doch der solide Pass-Empfänger mit der überragenden Athletik fällt ein bisschen weiter runter als gedacht. Die Raiders finden in ihm den Ersatz für Jared Cook.

28 – Los Angeles Chargers

Dalton Risner / OT / Kansas State

Um Quarterback Philip Rivers noch besseren Schutz zu geben, entscheiden sich die Chargers für den auf mehreren Line-Positionen einsetzbaren Risner, der im College über alle Jahre konstant gespielt hat und ein Woche-1-Starter in der NFL sein kann.

29 – Indianapolis Colts (via Trade / Kansas City)

Marquise Brown / WR / Oklahoma

„Hollywood“ Brown besticht durch Power und unfassbaren Speed. Er kann im Slot oder außen spielen und erinnert vom Stil her ein wenig an Tyreek Hill. Mit ihm bekommt Spielmacher Andrew Luck ein zweites „Ass“ neben T.Y. Hilton.

30 – Green Bay Packers (via New Orleans)

Cody Ford / G / Oklahoma

Ein weiterer Spieler der Sooners, der im College für Kyler Murray und Baker Mayfield geblockt hat. Green Bay muss sich in der Offense Line für die Zukunft aufstellen, Ford ist der passende Kandidat dafür.

31 – Los Angeles Rams

Garrett Bradbury / C / NC State

Für die Rams steht auch ein Nachfolger für Left Tackle Andrew Whitworth zur Debatte, der nur noch ein Jahr spielt. Da aber Center John Sullivan jetzt schon nicht mehr da ist, nutzt L.A. den einzigen Pick der ersten beiden Runden, um einen neuen Mann für die Mitte zu finden.

32 – New England Patriots

Daniel Jones / QB / Duke

Runde eins des 2019er Draft endet mit einer Überraschung: Champion New England wählt den durchaus bereits als „pro ready“ eingestuften Spielmacher der Duke Blue Devils und lässt diesen sich hinter „Mr. Ziege“ Tom Brady in Ruhe entwickeln.

 

(Tobias Kemberg)

 

Delay of game – Mock Draft 1.0

Wir werfen einen ersten Blick auf die erste Draft-Runde. Viel Spaß beim Lesen… (Feedback gerne an @DelayOfGameNFL bei Facebook und Twitter)

1 – Arizona Cardinals

Kyler Murray / QB / Oklahoma

Der neue Headcoach Kliff Klingsbury bekommt seinen Wunsch-Spielmacher und die NFL beweist wieder einmal, dass die Liga enorm Quarterback-orientiert ist. Josh Rosen hingegen wird nach seinem Rookie-Jahr getraded.

2 – San Francisco 49ers

Nick Bosa / Edge / Ohio State

Gute Pass-Rusher bietet die erste Draft-Runde einige. Die 49ers, die 2018 mit 27.2 abgegebenen Punkten pro Partie auf Rang 28 standen, kaufen hier aber auch ein Stück weit den Namen.

3 – New York Jets

Josh Allen / Edge / Kentucky

Sollten sich die Gerüchte verdichten, dass die Raiders trotz Derek Carr einen Quarterback ziehen, könnten hier auch die Giants per Trade landen. Ansonsten bekommen die Jets an Position drei die schwer benötigte Hilfe auf der Außenposition der D-Line.

4 – Oakland Raiders

Montez Sweat / Edge / Mississippi State

Mit drei First-Round-Picks kann der neue GM Mike Mayock mehrere Löcher für den Neuaufbau stopfen. Mit dem Senior von Mississippi State wählt Oakland den Edge-Rusher, der mit starken Auftritten beim Senior Bowl und Combine alle beeindruckt hat.

5 – Tampa Bay Buccaneers

Devin White / LB / LSU

Der neue Defensive Coordinator Todd Bowles benötigt viele Puzzleteile für den Neuaufbau der zweitschlechtesten Defense der NFL in 2018. White ist ein Playmaker, der schnell zum Anführer der Bucs-Abwehr werden könnte.

6 – New York Giants

Dwayne Haskins / QB / Ohio State

Ein klassischer Pocket-Passer mit gutem Arm, der nach dem Modell der Chiefs mit Pat Mahomes ein Jahr (oder ein halbes) hinter Eli Manning lernen würde, bevor er der Anführer der Offensive von Head Coach Pat Shurmur wird.

7 – Jacksonville Jaguars

Quinnen Williams / DL / Alabama

Nach der Entlassung von Malik Jackson bekommen die Jaguars einen der Top-Lineman des Draft-Jahrgangs als Nachfolger an vorderster Linie und entscheiden sich an dieser Position gegen einen Offensive Lineman.

8 – Detroit Lions

Rashan Gary / DL / Michigan

Mit dem Junior aus Michigan wählt Detroit einen vielseitig einsetzbaren Lineman, der insbesondere durch seine Explosivität besticht und adressiert in einem Team, das viel Verstärkung nötig hat, zunächst die Defense.

9 – Buffalo Bills

D.K. Metcalf / WR / Mississippi

Der Trade für Antonio Brown hat nicht geklappt – wenn es denn überhaupt ein heißes Thema war. Im großen und schnellen Metcalf bekommt QB Josh Allen die extrem wichtige Hilfe auf der WR-Position.

10 – Denver Broncos

Jawaan Taylor / OT / Florida

O-Line-Coach Mike Munchak bekommt einen vielseitigen Rookie, der als Tackle oder Guard eingesetzt werden kann.

11 – Cincinnati Bengals

Devin Bush / LB / Michigan

Für die Bengals könnte hier auch die Protection von QB Andy Dalton im Vordergrund stehen. In Three-Down-Linebacker Bush würde Cincinnati aber auch einen Playmaker für die Defense finden.

12 – Green Bay Packers

Brian Burns / Edge / Florida State

Gute Leistungen beim Combine und nötige Gewichtszunahme haben den Draft-Stock des Pass-Rushers gesteigert. Im 3-4-Schema der Packers würde Burns bestens hereinpassen.

13 – Miami Dolphins

Drew Lock / QB / Missouri

Ryan Tannehill ist keine langfristige Besetzung auf der QB-Position mehr. Lock ist der drittbeste Spielmacher im 2019er-Draft und ist ein heißer Kandidat für die Dolphins, sollte er nach zwölf Picks noch auf dem Board sein.

14 – Cleveland Browns (Trade mit Falcons)

Marquise Brown / WR / Oklahoma

Im College haben Brown und QB Baker Mayfield schon so manche Defense um den Schlaf gebracht – Cleveland braucht mehr Power und Speed auf der WR-Position. Brown bringt den Browns eben das.

15 – Washington Redskins

Jonah Williams / OT / Alabama

Ob nun Case Keenum, Colt McCoy, Josh Rosen oder sonst wer – die Redskins müssen ihre O-Line polstern. Mit dem als Guard oder Right Tackle agierenden Williams wäre ein erster Schritt getan.

16 – Carolina Panthers

Clelin Ferrell / Edge / Clemson

Der Nachfolger für den zurückgetretenen Julius Peppers kommt von einem der besten Colleges der vergangenen Jahre. Gleichermaßen gut gegen den Pass und den Lauf.

17 – Atlanta Falcons (Trade mit Browns)

Andre Dillard / OT / Washington State

QB Matt Ryan kann weitere (und bessere) Protection in jedem Fall gebrauchen. In Atlanta wird mit dem Erstrunden-Pick aber zweifelsfrei auch über einen Defense-Spieler nachgedacht.

18 – Minnesota Vikings

Garrett Bradbury / OL / NC State

Um den entlassenen Mike Remmers in der O-Line zu ersetzen, nutzen die Vikings ihren Erstrunden-Pick. Bradbury wäre in Minnesota als Guard der 1-zu-1-Nachfolger von Remmers.

19 – Tennessee Titans

Parris Campbell / WR / Ohio State

Auch die Titans suchen nach dem Karriereende von Brian Orakpo einen explosiven Playmaker für die Defense. Auf der anderen Seite des Spielfeldes gilt jedoch dasselbe. Campbell hat beim Combine seinen Draft-Stock erhöht.

20 – Pittsburgh Steelers

DeAndre Baker / CB / Georgia

Sollte sich kein Inside Linebacker auf den Zetteln der Steelers nach oben geschoben haben, zieht Pittsburgh den „Ballhawk“ der Georgia Bulldogs.

21 – Seattle Seahawks

Jachai Polite / Edge / Florida

Egal, ob Frank Clark in 2019 für die Seahawks spielt oder nicht – Seattle entscheidet sich für einen Edge-Rusher, der den gegnerischen Quarterbacks das Leben schwer macht.

22 – Baltimore Ravens

N’Keal Harry / WR / Arizona State

QB Lamar Jackson bekommt eine weitere Anspielstation. Harry ist der große Receiver, den die Ravens in ihrem Passspiel benötigen.

23 – Houston Texans

Noah Fant / TE / Iowa

Ein Offensive Lineman wäre nach den Problemen in 2018 keine Überraschung, aber mit dem Tight End geben die Texans QB DeShaun Watson einen zuverlässigen Spieler, der vor allem für kurze Completions sorgt.

24 – Oakland Raiders (via Chicago)

Mack Wilson / LB / Alabama

Als Prospect der Crimson Tide ist Wilson durch eines der besten College-Programme gegangen. Der Linebacker ist groß und athletisch und würde der Oakland-Defense sofort helfen.

25 – Philadelphia Eagles

Josh Jacobs / RB / Alabama

Der nächste Alabama-Spieler und – sollte er noch auf dem Board sein zu diesem Zeitpunkt – ein echter „Steal“ für die Eagles, die den besten Runningback des Drafts ziehen.

26 – Indianapolis Colts

Greedy Williams / CB / LSU

Größe, Geschwindigkeit und Ball-Skills machen Williams zu einem Day-one-Starter für die Colts, die in der Secondary Hilfe und mehr Talent suchen. Sollte noch einer der Top-Vier-WR des Drafts zu haben sein, zieht Indianapolis einen Receiver.

27 – Oakland Raiders (via Dallas)

Riley Ridley / WR / Georgia

Antonio Brown wird nicht ausreichen. Die Raiders könnten in Ridley einen weiteren Top-Receiver finden, der eine gute Technik mitbringt und auch „in traffic“ sicher den Ball fängt.

28 – Los Angeles Chargers

Kaleb McGary / OT / Washington

Auf der Position des Right Tackle müssen die „Bolts“ unbedingt eine Lösung finden. Der athletische Offensive Lineman wäre die ideale in der ersten Runde des Draft.

29 – Kansas City Chiefs

Taylor Rapp / S / Washington

Für die Chiefs steht die Verstärkung der Secondary ganz oben auf der Liste, um besser gegen den Pass aufgestellt zu sein. Rapp ist einer der konstanteren Kandidaten dafür in Runde eins oder zwei.

30 – Green Bay Packers (via New Orleans)

Eric McCoy / OL / Texas A&M

Als Guard auf beiden Seiten könnte McCoy, der alle drei inneren Positionen der O-Line bekleiden kann, die Versicherung für die oft verletzten Starter sein – oder deren Nachfolger.

31 – Los Angeles Rams

Johnathan Abram / S / Mississippi State

LaMarcus Joyner ist ein Free Agent und die Secondary der Rams wird in der Off-Season umgebaut werden müssen. Vom Speed und der Physis her passt Abram perfekt ins System von DC Wade Phillips.

32 – New England Patriots

TJ Hockenson / TE / Iowa

Unabhängig von der Zukunft Rob Gronkowskis sichern sich die Patriots die Dienste Hockensons, der als Passempfänger und Blocker gleichermaßen gut ist. 

Tobias Kemberg

Alles wie immer

Vieles war anders. Im Vorfeld und während des Spiels. Kein klarer Favorit, nicht viele Punkte. Am Ende aber war eigentlich alles wie (fast) immer. Jubel in blau, weiß und rot, ein strahlender 41 Jahre alter Spielmacher Tom Brady und ein Cheftrainer Bill Belichick, der sich im Moment des Sieges sogar mal ein echtes Lachen abringen konnte. Die New England Patriots haben sich durch ein 13:3 gegen die Los Angeles Rams in Atlanta zum sechsten Mal in 17 Jahren zum Super-Bowl-Champion in der National Football League gekrönt.

„Ich bin sehr stolz auf das Team. Die Stimmung hier im Stadion war unglaublich. Es hätte auch unser Stadion sein können“, sagte Quarterback Tom Brady auf der Siegerbühne im Konfettiregen und spielte damit auf die Patriots-Dominanz auf den Rängen an. Doch ausnahmsweise war es mal nicht der als Bester aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehende Superstar, der den entscheidenden Anteil am Triumph seiner Farben hatte. Den gesamten Abend über sahen die 70 081 Zuschauern im 1,6 Millarden US-Dollar teuren und 2017 eröffneten Stadion der Atlanta Falcons eine dominante Verteidigung der Patriots, die laut Brady „ihr bestes Spiel der Saison“ zeigte.

Eine treffliche Kurz-Analyse. Denn zu keinem Zeitpunkt des 53. Super Bowl fand die in der regulären Saison so produktive Offensive der Rams um Spielmacher Jared Goff und Runningback Todd Gurley zu ihrem Rhythmus. Am Ende standen 407 Yards Raumgewinn auf Seiten New Englands lediglich 260 der Los Angeles Rams gegenüber. Dass die Neuauflage des Finalspiels von 2002 dennoch bis tief ins Schlussviertel spannend blieb, war der ebenfalls starken Verteidigung der Kalifornier zu verdanken, die das Spiel lange offen hielt. Der erste Touchdown der Partie gelang sieben Minuten vor dem Ende den Patriots zum 10:3 durch Runningback Sony Michel. Eine passende Antwort fanden Goff und Co. nicht mehr.

„Ich fühle mich benommen“, sagte der enttäuschte Rams-Cheftrainer Sean McVay. „Leider habe ich nicht genug für mein Team machen können, damit wir gewinnen.“ Auch weil der smarte 33-Jährige vom doppelt so alten Belichick taktisch übertrumpft wurde, endete die NFL-Saison 2018/19 mal wieder mit jubelnden Patriots. Dabei hatten dem Team aus Boston viele den großen Wurf nicht mehr zugetraut. Brady sei zu alt, das Talent im Kader nicht ausreichend. Belichick und Brady aber fanden wieder einmal einen Weg durch die reguläre Saison, hatten in den Play-offs wieder einmal die passenden taktischen Antworten parat und durften sich in Atlanta wieder einmal als Sieger feiern lassen.

Dass es mit nur insgesamt 16 erzielten Punkten – der niedrigste Wert in allen 53 Super Bowls – kein Offensivspektakel war und ein Großteil des Duells höchstens Defensiv-Puristen eine beschleunigte Herzfrequenz beschert haben dürfte, interessierte bei den Siegern naturgemäß niemanden. Die wie immer mit Spannung erwartete Halbzeitshow passte irgendwie auch gut zum Spiel. Ohne Überraschungen, aber mit solider Performance spulten die Pop-Band Maroon 5 sowie die beiden Rapper Travis Scott und Big Boi ihr Programm ab. In Erinnerung bleiben wird diese Viertelstunde den wenigsten bleiben, wenngleich es zweifellos schon schlechtere Halbzeitshows gab.

Trotz fehlender Offensiv-Höhepunkte und wenig erzielten Punkten: Zum besten Spieler des Abends wurde ein Angreifer gewählt. Wide Receiver Julian Edelman fing zehn Pässe und erzielte damit einen Raumgewinn von 141 Yards für die Patriots, die ab September wieder die Gejagten sein werden. Für Brady und Co. nichts Neues. Auf die Frage, was ihn nach sechs Titeln und mit 41 Jahren noch motiviere, auf jeden Fall weiterzumachen, blickte sich die Legende um, setzte sein schönstes Zahnpasta-liebster-Schwiegersohn-Lächeln auf und sagte: „Das hier. Wie kann einen das nicht motivieren?“ Die anderen 31 NFL-Teams werden genau zugehört haben. Das Ende der Patriots-Dynastie? Nicht in Sicht.

(Tobias Kemberg)