1 – Cincinnati Bengals
Joe Burrow / QB / LSU
Verschiedene Teams werden bei den Bengals noch mal anfragen, ob sie bereit sind, den Pick traden. Doch das wird am Ende nicht passieren. Cincinnati wählt den neuen Franchise-QB aus und hat damit die wichtigste Position des Footballteams geklärt.
2 – Washington Redskins
Chase Young / EDGE / Ohio State
Chase Young oder Tua? Sollte es hier keinen Trade mit einem anderen Team geben, stellt sich keine andere Frage. Young ist schlichtweg der bester Spieler im Draft und die Redskins stärken ihre Defensive Line mit einem Verteidiger der Kategorie „Game Changer“.
3 – Detroit Lions > TRADE > Miami Dolphins
Tua Tagovailoa / QB / Alabama
Die Lions sind – nach allem, was zu hören ist – bereit, nach unten zu traden. Und sie werden Anrufe erhalten. Miami unterbreitet das bessere Angebot als beispielsweise die Chargers und sichert sich dann Tua, dessen Physis kein Hinderungsgrund mehr ist.
4 – New York Giants
Mekhi Becton / OL / Louisville
Die G-Men haben an Position vier viele Optionen und sie haben viele Lücken in der Defense, doch mehr (und bessere) Protection für QB Daniel Jones ist auch keine schlechte Lösung. Becton könnte auf RT beginnen und irgendwann Nate Solder auf der linken Seite beerben.
5 – Miami Dolphins > TRADE > Detroit Lions
Jeff Okudah / CB / Ohio State
Unumstritten der Top-Cornerback der Draft-Klasse – Detroit muss diese Position adressieren und sollte sich mit dem Wechsel von Position 3 auf 5 eigentlich keine Gedanken machen müssen, dass Okudah dann nicht mehr zu haben ist.
6 – Los Angeles Chargers
Justin Herbert / QB / Oregon
Tyrod Taylor ist ein netter „Game Manager“, kann aber nicht die langfristige Antwort sein. Die Chargers schnappen sich den athletischen Quarterback mit dem präzisen Wurfarm von den Ducks, auch wenn sie sicherlich gerne Tua Tagovailoa bekommen hätten.
7 – Carolina Panthers
Isaiah Simmons / LB / Clemson
Seine Athletik, sein Speed und seine Größe machen ihn auf Anhieb zu einem dominanten Defender in der NFL. Der neue Panthers-HC Matt Rhule würde sich auch über einen starken DT freuen, doch Simmons hier nicht zu nehmen, wäre fahrlässig.
8 – Arizona Cardinals
Derrick Brown / DT / Auburn
Der Senior aus Auburn ist der beste Defensive Tackle im Draft und in der Lage, über Jahre ein „Centerpiece“ in der D-Line zu sein. Vor der Free Agency haben viele bei diesem Pick mit einem WR gerechnet, doch durch den Hopkins-Trade fällt die Entscheidung an dieser Stelle anders aus.
9 – Jacksonville Jaguars
Jedrick Wills / OL / Alabama
Nach den Abgängen in der Defense (Ramsey/Bouye) würden die Jaguars fraglos bei Jeff Okudah zugreifen, doch der Top-CB des Draft ist schon weg. Auch die O-Line kann aber Verstärkung gebrauchen: Wills hat bei den Crimson Tide auf der rechten Seite gespielt und blockt künftig für Gardner Minshew.
10 – Cleveland Browns
Tristan Wirfs / OL / Iowa
Baker Mayfield muss besser geschützt werden. Der bewegliche, explosive und agile Wirfs kann genau das sehr gut. Alle drei Top-Tackle des Draft in diesem Jahr sollten Top-12-Picks sein – Wirfs geht vielleicht sogar etwas überraschend als letzter der drei an Position 10 über die Theke.
11 – New York Jets
CeeDee Lamb / WR / Oklahoma
So gut die Klasse der WR 2020 auch ist, Lamb wird in vielen Mock Drafts dann doch als erstes gezogen. Quarterback Sam Darnold darf sich über explosiven Playmaker freuen, wenngleich die Jets auch über den viertbesten Tackle (Andrew Thomas) nachdenken sollten.
12 – Las Vegas Raiders
Jerry Jeudy / WR / Alabama
Hervorragender Route-Runner, gute Body-Control und ausgezeichnetes Spielverständnis – die Raiders müssen ihre Offensive verbessern. Spielmacher Derek Carr erhält mit Jeudy einen Top-Receiver an seine Seite gestellt.
13 – San Francisco 49ers (via IND)
Javon Kinlaw / DT / South Carolina
Nicht wenige Mock-Drafts haben den Defensive Tackle etwas weiter oben auf der Liste. Kinlaws Schwäche ist das (noch) bescheidene Arsenal an Moves, um die Gegenspieler zu kontrollieren. Andererseits ist sein Potenzial nach oben riesig und die Niners ersetzen den zu den Colts abgewanderten DeForest Buckner mit dem aus Indianapolis erhaltenen Pick.
14 – Tampa Bay Buccaneers
Andrew Thomas / OT / Georgia
Der eine oder andere Experte sieht den umsichtig spielenden Offense Liner eher als Guard, doch wenn er sich im einen oder anderen Bereich verbessert, sollte eine Karriere als Tackle sicher sein. Sehr stark als Run-Blocker und künftig „Schild“ für den neuen Bucs-QB Tom Brady.
15 – Denver Broncos
Henry Ruggs III / WR / Alabama
Lamb und Jeudy sind bereits „vergeben“, da bleibt für die Broncos aber noch der schnelle Ruggs. Der ist vor allem an der Line und nach dem Catch explosiv. Erinnert an Tyreek Hill. Denver braucht Playmaker seines Kalibers.
16 – Atlanta Falcons
C.J. Henderson / CB / Florida
Fragezeichen hinter dem ehemaligen Gator ist seine Fähigkeit beim Tackling. Ansonsten ist der athletische Cornerback, der sehr physisch spielen kann, ein Top-Prospect. Atlanta muss in der Secondary dringend nachbessern und Henderson ist der zweitbeste CB im Draft.
17 – Dallas Cowboys
Justin Jefferson / WR / LSU
Besonders stark, wenn es darum geht, Distanz zwischen sich und den Verteidiger zu legen. Trotz der Vertragsverlängerung mit Amari Cooper – der ehemalige Mitspieler von Joe Burrow tut den Cowboys als weitere Offensivwaffe gut.
18 – Miami Dolphins (via PIT)
Austin Jackson / OT / USC
Der ehemalige Trojan hat ein paar Probleme gegen den Bull-Rush, dafür überzeugt er mit Schnelligkeit in der Pass-Protection, Größe und Athletik. Miami bekommt einen Day-One-Starter, der noch viel Luft nach oben hat.
19 – Las Vegas Raiders (via CHI)
Ross Blacklock / DT / TCU
Mit seiner Dynamik und seiner Technik im Pass-Rush gehört Blacklock zu den Top-Linemen im Draft. Sein Skill-Set ist herausragend, Zweifel gibt es in Bezug auf seine Beständigkeit. Dass die Raiders hier mit einem CB gehen, ist jedoch ebenso möglich.
20 – Jacksonville Jaguars (via LAR)
K’Lavon Chaisson / EDGE / LSU
Agiert als Pass-Rusher mehr über die Kraft und die Geschwindigkeit als über die Technik. Nach der Offensive Line sichern sich die Jaguars mit ihrem zweiten First-Rounder einen Verteidiger, um ihrer Defense nach vielen Abgängen wieder mehr Talent zu verleihen.
21 – Philadelphia Eagles
Kenneth Murray / LB / Oklahoma
Speed und Athletik in der Mitte der Defense? Können die Eagles gebrauchen. Murrays Vorzüge liegen unter anderem in der Coverage gegen Runningbacks und beim Blitz. Eher Outside-Linebacker als in der Mitte.
22 – Minnesota Vikings (via BUF)
Jaylon Johnson / CB / Utah
Mit seinem Skillset würde der grundsolide CB perfekt in das System der Vikings passen, die in der Secondary dringend Handlungsbedarf haben. Seine Schulterverletzung sollte am Draft Day kein Grund sein, dass Teams ihn nicht auswählen. Minnesota greift hier zu.
23 – New England Patriots
Jordan Love / QB / Utah State
Jarrett Stidham hin oder her. Auf lange Sicht werden die Patriots einen anderen Brady-Nachfolger aufbauen wollen. Love verfügt über beeindruckende Athletik und einen starken Arm. Muss sich aber in puncto Entscheidungsfindung auf dem Feld noch verbessern.
24 – New Orleans Saints
Brandon Aiyuk / WR / Arizona State
Aggressiver Stil, effizient und effektiv – als Partner zu Michael Thomas bekommt Drew Brees noch einmal einen neuen Wide Receiver an die Seite. Sein Potenzial scheint immens und die Saints stören sich auch nicht an seiner per OP behobenen Muskelverletzung.
25 – Minnesota Vikings
Yetur Gross-Matos / EDGE / Penn State
Schnelle Hände und gute Moves machen ihm zu einem First-Round-Pick. Verbesserungspotenzial gibt es in jedem Fall gegen den Run, doch Minnesota sieht hier auch die Entwicklungsmöglichkeiten. Gross-Matos muss aber an Power zulegen.
26 – Miami Dolphins (via HOU)
D’Andre Swift / RB / Georgia
Zu den großen Stärken des mit Josh Jacobs vergleichbaren Runningbacks gehören seine Geduld, bis sich die Lücke auftut, seine Übersicht und Schnelligkeit. Swift ist der Beste seiner Position im Draft. Ist er noch auf dem Board, ist er ein Muss für Miami, wenn der Trade mit den Lions in den Top-Five nicht diesen Pick gekostet hat.
27 – Seattle Seahawks > TRADE > Kansas City Chiefs
Patrick Queen / LB / LSU
Die Chiefs bringen ihre Super-Bowl-Offense sowieso komplett zurück. Also liegen ihre Prioritäten im Draft in der Defensive. Queen kann das Laufspiel des Gegners lesen, hat gleichermaßen gegen den Pass Qualitäten und sollte entsprechenden Impact bei allen drei Downs haben.
28 – Baltimore Ravens
Zack Baun / LB / Wisconsin
Gut als Pass-Rusher und wenn er sich zurückfallen lässt in der Coverage. Patrick Queen würde Baltimore auch gut zu Gesicht stehen, doch mit Baun können sich die Ravens nach dem Trade zwischen Seahawks und Chiefs einen anderen guten Linebacker in ihre Defense holen.
29 – Tennessee Titans > TRADE > Indianapolis Colts
Xavier McKinney / S / Alabama
Mit zwei Secound-Round-Picks als Preis könnten die Colts hier noch mal in die erste Runde reingrätschen und sich den Top-Safety im Draft angeln. Einerseits ist der vielseitige McKinney zu talentiert, um ihn nicht im Auge zu haben. Und andererseits ist die Safety-Position bislang noch eine Schwachstelle in Indy.
30 – Green Bay Packers
Tee Higgins / WR / Clemson
Erinnert vom Typ her ein wenig A.J. Green. Kann verschiedene Receiver-Spots bekleiden und Cornerbacks so vor Probleme stellen. Green Bay benötigt einen weiteren guten WR neben Davante Adams und findet ihn im ehemaligen Tiger.
31 – San Francisco 49ers > TRADE > Pittsburgh Steelers
Jonathan Taylor / RB / Wisconsin
Seine physische Stärke und sein Speed machen den Runningback dann doch noch zum First-Round-Pick. Auch als Passempfänger bei Screens effektiv. San Francisco erhält im Gegenzug dringend benötigte, weitere Draft-Picks und die Steelers bereiten sich durch diesen Move auf einen möglichen Abgang von James Conner in 2021 vor.
32 – Kansas City Chiefs > TRADE > Seattle Seahawks
A.J. Epenesa / DE / Iowa
Größe und Power bringt Epenesa vom Start weg mit. Und Seattle kann talentierte Pass Rusher gebrauchen. Der ehemalige Hawkeye gehört vielleicht nicht in die Kategorie von Chase Young, ist aber ein produktiver Spieler mit „Upside“.